Direktimport aus Thailand: Watermelonshake für heiße Tage

Garküchen, getrockneter Fisch, Fried Rice und hochreifes Obst prägen Thailands Straßen – Gerüche und Bilder, denen sich wohl kein backpackender Europäer entziehen kann. Neben den traditionelleren Speisen haben sich jedoch speziell die bunten Fruchtshakes zum heimlichen Star unter den kulinarischen Lieblingserinnerungen gemausert. Wohl auch deshalb, weil sie mit Sonne und Strand eine perfekte Symbiose eingehen. Der König der asiatischen Fruchtshakes – das finden zumindest wir – ist der Watermelon-Shake, der sowohl in Sachen Optik, Geschmack  als auch Exotik ganz vorne liegt. Eigentlich verwunderlich, dass er in Deutschland noch nahezu nirgends angeboten wird – denn selten liegen so viel Geschmack und so wenig Aufwand so nah beieinander. Von David Seitz

Man findet sie wirklich überall. An der Strandbar, an der Garküche aus einem kleinen Handmixer, im Restaurant und der Hotel-Lobby. Fruchtshakes gehören in Thailand zum Standardrepertoire jedes gastronomisch orientierten Betriebs – meistens gleich in 5 – 10 unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Wassermelone, Kokosnuss, Ananas, Mango, Papaya oder Lemon sind die gängigsten. Dazu existieren gefühlte hundert Abwandlungen. Das Schöne für den europäischen Backpacker: Mehr als umgerechnet einen Euro kostet ein Shake selten, weshalb Watermelonshake & Co. sich schnell zum treuen Begleiter von vielen Asien-Reisenden entwickeln und Backpacker noch lange davon schwärmen, wenn sie auf andere Menschen treffen, die die selbe Erfahrung gemacht haben. Gerade der Watermelonshake steht dabei für das Lebensgefühl der neuen thailändischen Backpacker-Community.

Dabei wäre/ist es so einfach, sich dieses kleine Stück Exotik auf den eigenen Balkon zu holen. Alles was man dafür benötigt, ist ein Mixer mit viel Power, (eine Wassermelone, Zucker und Wasser – aus der Rezeptur macht in Thailand niemand ein Geheimnis. Die Kerne der Wassermelone werden dafür entfernt, die Frucht in Stücke geschnitten und zusammen mit einer Hand voll Eiswürfel, einem Glas Wasser und einem guten Schuss Zucker kurz bei voller Stufe durch den Mixer gejagt. Dersollte ordentlich Power haben. (Hier gibt’s Turbomixer) Die Thais mixen das Wasser zwar vor der Zubereitung schon in großen Flaschen mit Zucker, doch das erledigt auch der Mixer. Je mehr Eis man verwendet, desto mehr erinnert der Shake an eine Granita.

Eine tolle Abwandlung, die ebenso leicht nachzuvollziehen ist, serviert man an der Südspitze der Taucherinsel Kho Tao am Shark Bay. Dort mixt der Barkeeper einer kleinen Strandbar die Wassermelone mit Joghurt, einem großen Löffel Honig und einem Stück Banane zu einer Art Frucht-Lassi auf. Auch das konnten wir hier in Deutschland fast originalgetreu nachmixen. Das Tolle am Wassermelonenshake ist die Tatsache, dass die Melone von sich aus bereits so viel Flüssigkeit enthält, dass die Zugabe von Wasser oder anderen Mischflüssigkeiten, die das Aroma verwässern könnten, eigentlich gar nicht nötig ist. Beim Mixen wird die Zellstruktur der Wassermelone schnell aufgebrochen und sie verwandelt sich nahezu ohne Faser-Rückstände in Saft, sodass das volle Aroma der Frucht im Drink bleibt.

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