Der geniale Trick für extrem knusprige Ofenkartoffeln

Knusprige-Ofenkartoffeln

Knusprige Ofenkartoffeln – keine Aufgabe, an der ein Hobbykoch scheitert. Das dachte ich schon diverse Male und immer wieder holte mich die Realität mit einer simplen und frustrierenden Tatsache ein. Meine Ofenkartoffeln wurden einfach nicht knusprig. Wenn ich den Ofen öffnete, dann waren sie meist schön gebräunt, innen cremig weich, aber einfach nicht perfekt knusprig. Egal wie heiß der Ofen, egal in welchem Öl gewälzt, in welcher Form gebacken. Der Crunch an der Oberfläche meiner Ofenkartoffeln fehlte jedes einzelne Mal. Ich wollte es krachend, ultra-knusprig, heftig crunchy und fand lange kein Mittel. Jetzt, endlich hab‘ ich die Lösung!

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Mit diesem genialen Trick werden eure Ofenkartoffeln ab sofort UNFASSBAR knusprig! Mehr dazu hier: http://schlaraffenwelt.de/2015/06/29/der-geniale-trick-fuer-extrem-knusprige-ofenkartoffeln/

Posted by Geniale Koch-Tricks on Montag, 29. Juni 2015

 

Wie werden Ofenkartoffeln richtig knusprig?

Ich ging also einen Schritt zurück und betrachtete das Problem etwas ganzheitlicher: Wie sehen Produkte aus, die man mit einem Knusper-Erlebnis in Verbindung bring? Cornflakes, Chips, Wan-Tan, Streusel? Und was unterscheidet sie von meinen Ofenkartoffeln? Na, merkt ihr was? Ich brauchte einen Moment, bis ich begriff, worin mein Fehler lag: Kein Knusper-Moment kommt mit einer glatten Oberfläche. Crunch kommt erst durch kleine Verästelungen, die so viel Wasser verlieren, dass sie ganz und gar austrocknen und so für das erwünschte Mundgefühl sorgen. Soweit die Theorie – doch wie setzt man das nun bei einer Ofenkartoffel in die Praxis um? Zwei Wege führen zum Erfolgerlebnis, auf das ich so lange warten musste.

Knusprige Ofenkartoffeln - der Trick

Knusprige Ofenkartoffeln #1: Mit der Gabel einritzen

Die Kartoffeln – am besten vorwiegend festkochende- muss man zunächst schälen und in Spalten schneiden. Doch statt sie – wie bisher – jetzt schon im Öl zu wälzen, fügt man hier den entscheidenden Zwischenschritt ein. Mit einer Gabel ritzt man die Kartoffeln mehrfach kreuz und quer ein, bis sie einem kleinen Igel ähneln und viele kleine Stacheln an der Oberfläche auftauchen. Die werden später den Crunch herstellen. Nun wendet man die Kartoffeln kurz in etwas Öl (Olivenöl oder Sonnenblumenöl) und etwas hochwertigem Salz. Das Salz ist der zweite wichtige Trick, denn durch seine hydroskopische Eigenschaft entzieht es der Oberfläche Flüssigkeit und trocknet sie zusätzlich aus. Zusammen mit der neuartigen Struktur führt das zum ultimativen Knuspererlebnis.

Knusprige Ofenkartoffeln - im Sieb schütteln

Knusprige Ofenkartoffeln #2: Ankochen und im Sieb schütteln

Wer große Mengen knuspriger Ofenkartoffeln herstellen möchte, wird wohl kaum 100 Spalten Stück für Stück einritzen wollen. Hier kommt Methode zwei ins Spiel: Die Kartoffeln werden ebenfalls geschält und geschnitten – dann kocht man sie für 2-3 Minuten im Wasser. Die Oberfläche ist dadurch schon gar und weich. Wenn man sie nun in einem groben Sieb kräftig hin und her schüttelt, hat das einen ähnlichen Effekt wie beim Einritzen mit der Gabel. Die Oberfläche wird aufgerauht und bildet quasi kleine Kartoffel-Streusel.

Knusprige Ofenkartoffeln1

Die optimale Backtemperatur für richtig knusprige Ofenkartoffeln 

Eine goldbraune Kruste benötigt viel Hitze, doch die Kartoffeln brauchen Zeit, um gar zu werden. Ich verzichte deshalb auf den Ofen-Grill, und setze stattdessen auf die Umluft-Funktion –  dann aber mit voller Leistung. Mein Ofen erreicht 250 Grad, so brauchen die Kartoffeln etwa 25-30 Minuten, bis sie gar sind und sich an der Oberfläche eine schöne Kruste gebildet hat. Dann schalte ich zum Abschluss für etwa zwei Minuten auf Grill und beobachte den Prozess permanent. Das Ergebnis ist grandios und besser als alles, was mir zuvor als “ knusprige Ofenkartoffeln“ angeboten wurde.

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4 Comments
  1. Also wenn ich die Beiträge auf dieser Seite lesen, dann kann ich meinen Hunger gar nicht mehr zurückhalten. Heute Mittag gibt es knusprige Ofenkartoffeln mit leckerem Zander-Filet! Danke für all die Tipps und Tricks!:))

    • Da hast du zwar grundsätzlich Recht, aber das tun sie auch schon bei niedrigeren Temperaturen. So ab 120 C° und dann rasant ab 170 C° und sowieso ist das Zeug in etlichen Lebensmitteln; Keksen, Kaffee, Toast, Brot usw. usf. Studien haben auch immer noch keine Belege für Verbindungen von Acrylamidgehalt und erhöhte Krebsrate (beim Menschen) gefunden, eher im Gegenteil, es soll wohl sogar das Darmkrebsrisiko gesenkt haben. Also, wenn man nicht auf etliche Lebensmittel verzichten will, dann sollte man sich darüber nicht so den Kopf zerbrechen.
      (und nur weil Ratten/Labormäuse davon Krebs bekommen hat das absolut keine Bedeutung für den menschlichen Organismus, der nunmal, ob man es will oder nicht, anders funktioniert)

      Die Kartoffelecken probiere ich übrigens gleich mal aus und freue mich schon drauf 🙂

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