Der Oriental-Burger: Mit Auberginen, Granatapfel und Sesam-Koriander-Majonnaise

Google ist super. Google navigiert mich durch die Münchner Rush-Hour, Google berät mich bei der wettergerechten Kleidungswahl, Google begleitet mich beim Kochen – jeden Tag. Doch manchmal übt Google auch Druck aus. Bei mir ist das der Fall, wenn es um Burger geht. Klingt komisch, ist aber ganz real. Warum? Kürzlich habe ich festgestellt, dass die Google-Suche nach dem perfekten Burger und dem besten Burger direkt auf Schlaraffenwelt führt. Seite 1, ganz oben. Wer drauf klickt, landet auf diesem Artikel. Das ist einerseits eine tolle Sache, eine Ehre und gleichzeitig natürlich eine große Verantwortung. Etwa 400 Menschen verlassen sich täglich auf meine Informationen und schenken meinen Ausführungen über die Wissenschaft des Burgerbratens Glauben. Danke!

Der perfekte Burger: Zeit zu liefern

In meinem Artikel beschreibe ich die absoluten Must-Do’s für den perfekten Burger. Die Kernaussage aber lautet: Ein Burger ist erst dann perfekt, wenn er exakt auf Deine Vorlieben zugeschnitten ist. Damit meine ich keinen ollen Fleisch-Zwiebel-Gurke-Tomate-Burger. Ich spreche von einem Burger, bei dem um Bun und Patty ein Aromen-Feuerwerk abbrennt, das die Welt noch nicht gesehen hat. Zugegeben: Das erfordert ein hohes Maß an Kreativität und abgesehen von meinem japanischen Burger, der auch schon wieder ein paar Jahre alt ist, habe ich bislang noch wenig wirklich Kreatives zustande gebracht – und das trotz meiner großspurigen Aussagen über den perfekten Burger. Es war also an der Zeit, zu liefern. Gerade recht kam mir da, dass der Online-Metzger meines Vertrauens einen Burger-Bash ausgerufen hat. Sechs ausgewählte Blogger kreieren ihren perfekten Burger und stellen sich dem Publikumsvoting. Challenge accepted!

Im November letzten Jahres habe ich sieben Tage in Israel verbracht. Wir waren eingeladen zu einem Food-Festival und ich bin zum ersten Mal im meinem Leben wirklich eingetaucht in die Welt der orientalischen Genüsse – es war grandios. Was das mit Burger zu tun hat? Gar nichts. Und genau das ist mein Ansatz. Warum nicht einfach zwei köstliche Dinge verbinden, die im echten Leben normalerweise nie zusammen kommen? Burger und orientalische Küche. I proudly present: Den Oriental-Burger mit karamellisierten Auberginen, Granatapfel, Zwiebeln und einer Sesam-Koriander-Majonnaise.

Zutaten für 4 Oriental-Burger

Zubereitung des Oriental-Burger

Für die Majonnaise das Eigelb (zimmerwarm!) mit dem Tahini und dem Honig (kurz in der Mikrowelle anwärmen, damit er flüssig wird) verquirlen. Langsam das Öl einfließen lassen und weiterrühren. Es bildet sich eine sehr zähflüssige Emulsion. Den Sauerrahm unterrühren, bis sich eine glatte, deutlich flüssigere Sauce gebildet hat. Koriander fein hacken und unter die Majonnaise rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Auberginen in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. Butter in eine beschichtete Pfanne geben und Auberginen darin bei mittelstarker Hitze von beiden Seiten etwa 6 Minuten braten. Dabei immer wieder mit der Gabel andrücken, damit sie weich werden. Nach 12 Minuten einen EL braunen Zucker über die Auberginen streuen und nochmal ein Stück Butter dazu geben. Bei nun starker Hitze etwa zwei Minuten durchschwenken, bis der Zucker karamellisiert ist. Mit etwas Salz würzen und beiseite stellen.

Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden.  In 4 EL Pflanzenöl 10 Minuten goldbraun dünsten, dabei immer wieder umrühren. Beiseite stellen. Den Granatapfel in der Mitte halbieren und mit einem Löffel von oben auf die Schale klopfen, sodass die Kerne nach unten herausfallen. Das gelingt nur, wenn man wirklich kräftig klopft. Vorsicht Sauerei! Deshalb am besten in der Spüle klopfen.

Die zimmerwarmen Patties in einer Pfanne bei mittlerer Hitze von beiden Seiten etwa 4 Minuten braten. Ich habe meine Patties bei 55 Grad 45 Minuten sous-vide gegart und dann von beiden Seiten jeweils eine Minute sehr scharf angebraten. Das ist meiner Meinung nach der perfekte Weg.

Die Burger Buns aufschneiden und in einer Pfanne ohne Fett auf den Schnittflächen goldbraun anrösten. Alternativ mit einem Flambierer leicht anflämmen. Das Pattie darauf legen, dann Auberginen und Zwiebeln – zuletzt die Granatapfelkerne. Zwei bis drei Esslöffel von der Majonnaise darüber geben und den Deckel leicht andrücken.

Lasst es euch schmecken!

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