Exoten-Check: Die Papaya [mit Video]

 

Was hat die Papaya mit zähem Rindfleisch zu tun? Warum sollte man die Kerne der Südfrucht eben nicht direkt in die Mülltonne werfen, und wer isst die Papaya am liebsten mit getrockneten Shrimps? Der Exoten-Check zeigt das wahre Gesicht fremder Lebensmittel, sprengt falsche Mythen, liefert neue Inspiration. In regelmäßigen Abständen werden hier Genussmittel vorgestellt, die auf dem gutbürgerlichen Speiseplan keinen Platz finden.  Kompaktes Lebensmittelwissen in 2 Minuten – bequem als Video verpackt. Von David Seitz

Die Papaya ist eine echte Allrounderin. Alles, wirklich alles an ihr ist essbar, sie ist eine der gesündesten Früchte der Welt – und ihr Fruchtfleisch hat im ausgereiften Zustand ein feines Aroma. Doch von vorne:  Die Papayas, die wir in Deutschland kaufen können, kommen meist aus Hawaii oder Brasilien. Große Exemplare, wie dieses hier stammen meistens aus Brasilien, sie können bis zu 9 Kilo schwer werden.

Beim Einkaufen sollte man darauf achten, dass die Papaya schon gelbe Stellen aufweist und dass sie auf Druck nachgibt. Grüne Papayas reifen nicht mehr nach.   Im Inneren der Früchte tummeln sich viele schwarze Kerne, die oft einfach in den Müll geworfen werden, dabei kann man auch die Kerne essen. Sie schmecken wie Kresse, sind ein wenig scharf, man kann sie zum Beispiel über einen Salat streuen. Nur zu viele sollte man nicht essen, das könnte abführend wirken.

Das lachsrote Fruchtfleisch einer reifen Papaya schmeckt saftig süß, aber nicht so intensiv wie beispielsweise das einer Mango. 100 Gramm von diesem Fruchtfleisch beinhaltet 13 Kalorien. Wenn man das mal hochrechnet entspricht eine Tafel Schokolade also etwa 9 Kilo Papaya.
Doch die Papaya kann noch mehr: Schale und Kerne enthalten ein Enzym namens Papain, das sogar zähestes Fleisch zart macht. Dazu muss man lediglich ein Stück Papaya mit in den Topf geben.

Nussige Kerne, delikates Fruchtfleisch, jetzt fehlt nur noch die Schale. Und auch die kann man essen. Som Tam heißt ein beliebtes Gericht in Thailand und anderen südostasiatischen Ländern – es ist ein Papayasalat, der aus rohen, grünen Papayas zubereitet wird. Die äußerste Schicht wird auch dirt weggeschnitten, doch das grüne, harte Fleisch – zubereitet mit Fischsauce, Shrimps, Chillis und Palmzucker schmeckt wirklich herrlich.

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