Griechischer Joghurt mit Balsamico-Feigenkompott

Feigenkompott

Feigen genießen eine Ausnahmestellung im Reich der Früchte. Nicht nur, dass sie eigentlich gar keine Früchte sind, sondern nach innen gekehrte Blüten – sie sind auch die einzigen Vertreter der Obst- und Fruchttheke, bei denen ich mich über die Kerne freue. Ist euch das mal aufgefallen? Ob Himbeeren, Wassermelone, Kirsche oder Apfel – keiner mag die Kerne, weil sie hart und geschmacklos sind und im schlimmsten Fall in den Zähnen stecken bleiben. Ganz anders bei der Feige. Das leise Knacken der Feigenkerne ist hier Qualitätsmerkmal in haptischer wie optischer Hinsicht. Nur wo es sachte knirscht, ist auch wirklich Feige drin.

Faszination Feigenkern

Die kleinen Feigenkerne haben den Vorteil, dass sie zerplatzen, sobald sie zwischen zwei Zahnreihen geraten. Das sorgt für eine neue Dimension beim Essen und vor allem trübt es den Genuss in keiner Weise. Bei so viel Geschwärme für das Feigenkern-Knacken vergisst man fast, dass sich Feigen zudem unschlagbar leicht in ein cremiges Kompott mit tiefer, fruchtiger Süße verwandeln lassen. Man könnte fast schon von Marmelade sprechen. Das Beste: Dieser Prozess dauert keine 10 Minuten und geht somit sogar noch als Blitz-Frühstück durch. Damit das süße Kompott nicht allzu dumpf daher kommt, lösche ich die brodelnde Feigenmasse gerne mit einem Schuss Balsamico-Essig ab. Balsamico und Feige – ohnehin eine bewährte Kombination – funktioniert auch beim Frühstück exzellent. Dazu ein fetthaltiger, ungesüßter Joghurt und Nüsse je nach Verfügbarkeit. Das ist vielleicht nicht das gesündeste Frühstück der Welt, aber keines knackt schöner. Außerdem funktioniert dieses Gericht auch wunderbar als Dessert.

Zutaten für griechischen Joghurt mit Feigenkompott

  • 200 Gramm griechischer Joghurt
  • 3 Feigen
  • 30 Gramm brauner Zucker
  • ein Schuss guter Balsamico-Essig
  • Pinienkerne, Mandelstifte oder andere Nüsse
  • ein TL Honig nach Geschmack

Zubereitung

Feigen vierteln und nicht schälen. In einem Topf 50 ml Wasser erhitzen und die Feigen dazu geben. Etwa zwei Minuten vor sich hin köcheln lassen. Den Zucker dazu geben, gut umrühren und weitere 5 Minuten bei hoher Hitze und geschlossenem Deckel kochen lassen. Sobald das Kompott beginnt, dick zu werden, mit einem Schuss Balsamico-Essig ablöschen und ohne Deckel und bei mäßiger Hitze zwei Minuten weiterköcheln. Vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.

Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun anrösten. Den Joghurt in eine Schale geben, das warme Feigenkompott darauf anrichten und die Nüsse darüber streuen. Mit etwas Honig überziehen und noch warm servieren.

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2 Comments
  1. Dieses Rezept klingt so interessant, dass ich es möglichst bald probieren will!
    Wir haben es dieses Jahr geschafft, echte reife Feigen in unserem Garten zu ernten ( & das in Österreich & nachdem letztes Jahr alle unreif zu Boden gefallen sind)

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