Praktisch ohne Tier – vegane Rezepte mit unschlagbaren Vorteilen: Schwedische Himbeerhöhlen

 

Achtung: Dieser Artikel enthält vegane Rezepte.

Spätestens seit dem Schlagabtausch zwischen David und mir zum Thema „veganes Essen“ im März wissen wir es eigentlich alle: Vegan hat ein Imageproblem. Die meisten Leser denken wahrscheinlich automatisch an staubtrockene Grünkernbratlinge mit fader Tomatensauce oder geschmacklosen Tofu, wenn sie das Wort hören. Eingefleischte Omnivoren beeindrucken moralische Argumente meist auch eher wenig. Aber wer hätte gedacht, dass vegan auch schlichtweg einfacher oder praktischer sein kann? Von Lisa Schug

In meinem persönlichen Vegi-Paradies Schweden versuchen die Hersteller veganer Produkte schon lange auch Allesesser als Kunden zu gewinnen – unter dem Siegel „fettarm“, „cholesterinarm“ oder „gesund“ – das zieht bei den sport- und gesundheitsverrückten Menschen im hohen Norden erstaunlich gut. In jedem noch so kleinen Supermarkt findet man eine Auswahl veganer Joghurts, milchähnlicher Drinks, Sahnen, Soßen usw. Davon profitieren am Schluss alle: Die waschechten Veganer, weil sie eine große, breit verfügbare Produktpalette in jedem Supermarkt finden, die Hersteller, weil sie einen größeren Absatzmarkt haben, die allesessenden Verbraucher, weil sie etwas für ihre Gesundheit tun und meine Freunde, die Tiere, sowieso.

Dieser Artikel soll daher der Auftakt für eine kleine Reihe veganer Rezepte sein, die alle einen praktischen Vorteil gegenüber omnivoren Rezepten haben und deshalb vielleicht für euch alle da draußen interessant sind. Einfach mal ausprobieren!

Vorteil 1: Teig-Naschen ohne Salmonellenangst – und spontan Backen ohne Einkaufsliste

Schwedische „Himbeerhöhlen“ 

Wen überkommt nicht manchmal spontan sonntagsnachmittags die unbändige Lust auf Frischgebackenes? Keine Eier oder nicht genügend Milch im Haus? Mamas Warnung vor Salmonellen beim Teignaschen immernoch im Ohr? Versucht die vegane Version!

Zutaten:

  • 240 g Weizenmehl
  • 100 g Zucker
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 200 g Margarine (ja nach Vorliebe milchfrei, Butter funktioniert aber auch)
  • für’s Topping: Himbeermarmelade
  • Außerdem: ca. 20 Muffinförmchen

So geht’s:

Alle trockenen Zutaten gut miteinander vermischen. Butter oder Margarine mit den Händen oder einer Küchenmaschine gut verkneten, bis ein geschmeidiger Mürbeteig entsteht. Fall der Teig zu trocken ist, Teelöffelweise Wasser hinzugeben, falls er zu feucht ist, etwas Mehl dazugeben.

Den Teig für ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Danach zu teelöffelgroßen Kugeln formen, in die Muffinförmchen geben und plattdrücken. In der Mittel mit dem Finger eine kleine Kuhle formen und Himbeermarmelade hineingeben.

Bei 200°C auf mittlerer Schiene ca. 10 Minuten backen und mit einem Glas (Soja-)Milch genießen oder mit einem Veganer eurer Wahl teilen.

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