Ein Wochenende am Wörthersee: Kulinarische Geheimtipps für maximalen Seegenuss

Disclaimer: Dieser Artikel basiert auf einer Einladung/Pressereise von VisitWörthersee

Kärnten im Süden Österreichs: Bislang ein blinder Fleck auf meiner mentalen Landkarte, auch und gerade in kulinarischer Hinsicht. Einmal bin ich bisher zufällig durchgefahren auf dem Weg von der Steiermark nach Slowenien – das kann man getrost als „unvoreingenommen“ bezeichnen. Die Einladung von Wörthersee-Tourismus, drei Tage rund um den See verbringen zu dürfen, ist umso erfreulicher. Ein weißes Blatt Papier, das wir mit Erlebnissen und Eindrücken füllen wollen.

Ich stelle unsere Reise-Artikel gerne unter das Prädikat „Geheimtipps“. Nun darf man berechtigterweise fragen, wie viel Potential für echte Geheimtipps ein Erstbesuch einer Region birgt. Gilt es doch meist, die absoluten Basics abzudecken und ein Gefühl für das große Ganze zu erlangen. Ich kann an dieser Stelle aber versichern: Das Team, das unsere Reise organisiert und begleitet hat, wusste von unserem kulinarischen Anspruch und dem Ziel, mehr als nur die Touri-Hotspots erkunden zu wollen. Und das Orga-Team hat fulminant abgeliefert. Deshalb können wir euch hier tatsächlich einige echte Geheimtipps zeigen, die vermutlich die wenigsten Touristen so erleben. Dazu: Vielversprechende Insider-Infos von einheimischen Kulinarik-Aficionados, für die unsere knapp bemessene Zeit dieses Mal nicht ausreichte, die wir beim nächsten Besuch aber unbedingt ansteuern werden.

Anreise: Von München aus entspannt per Railjet

Zum ersten Mal überhaupt entscheiden wir uns für die Anreise mit dem Zug. Von München aus ist das komfortabel, mit dem Railjet, der ohne Umstieg bis Velden bzw. Klagenfurt durchfährt. Bahnhof-Shuttles gibt’s mittlerweile auch, sodass die letzte Meile bis zum See auch überbrückt ist. Die pittoreske Fahrt dauert fünf Stunden, aber wir kommen tiefenentspannt gegen Mittag in Velden an. Mir gefällt das deutlich besser, als nach 3,5h vollkonzentrierter Autofahrt. Gewisse Einschränkungen in Sachen Flexibilität muss man dann in Kauf nehmen, oder einfach ein Auto mieten.

Geheimtipps am Wörthersee: Hubertushof
Hotel Hibertushof in Velden

Übernachten: Hotel Hubertushof Velden

Wer drei Tage am Wörthersee bleibt, wird nur ein Hotel von innen sehen. So geht’s auch uns – die Wahl fiel hier für uns auf den Hubertushof in Velden am Westende des Sees. Unsere „Seevila“ im Vordergebäude ist ein geräumiges Zimmer, in dem man schon beim Öffnen der Tür auf den See blickt. Stilvoll, hell, schlicht, hochwertig – für uns eine ideale Basis für die kommenden Tage. Mit Sicherheit gibt es dutzende gute Alternativen hier – wir können in diesem Fall schlicht resümieren: Der Hubertushof ist eine gute Wahl – wer Seeblick sucht, sollte das bei der Buchung beachten und betonen, denn auch in zweiter Reihe finden sich schöne Zimmer, dann aber mit Blick in den sehr gepflegten Innenhof. Der SPA-Bereich im Hotel ist klein, aber sehr modern und einladend, sodass wir trotz perfektem Spätsommerwetter Sauna, Dampfbad und Pool mehrmals nutzen. Frühmorgens am eingenebelten See entlang joggen, dann ins kalte Wasser springen, um sich danach wieder in der Sauna des Hubertushof aufzuwärmen: Absolut empfehlenswert!

Grund-Orientierung: (Bade) Zugang am Wörthersee

Auch wenn’s in diesem Artikel gleich primär um Kulinarik gehen soll: Wer die Grundstruktur des Wörthersees einmal verinnerlichen will, kommt fast nicht umhin, ihn einmal zu umrunden, denn zwischen der Schlemmerei ist Baden im traumhaft türkisen Wasser Pflicht. Diese Umrundung zeigt uns: Viele Bereiche des Sees sind von Hotels (in den Orten) und privaten Geländen gesäumt. Dennoch gibt’s um den See mehr als 20 Badestellen, die jederzeit und ohne Eintritt zugänglich sind. Die sind aber meist so beschaffen, dass kaum Platz zum Verweilen ist. „Hier geht’s eher um die Möglichkeit, sich kurz zu erfrischen, zum Beispiel während einer Radtour“, erzählt uns unsere Reisebegleitung Ute Zaworka. Wer ausgiebig Baden und Liegen will, nutzt deshalb besser eines der vielen öffentlichen Strandbäder. Für kleines Geld erkauft man sich hier den Ganztages-Zugang zum Wasser in gepflegten und bewirtschafteten Anlagen.

Geheimtipps am Wörthersee: Hubertushof
Blick aus der Seevila vom Hubertushof

Wasser-Zugang bedeutet am Wörthersee übrigens meist: Breite Holzstege und Holzplattformen – nur selten Liegewiesen. In den Orten rund um den See hat fast jedes Hotel eine eigene kleine Plattform mit Liegen, Gastronomie und kleinen Leitern, die ins Wasser führen. Für Münchner wie uns, die regelmäßig den größtenteils unbebauten und von Grasflächen umgebenen Starnberger See vor der Haustür haben, ein ungewohntes Bild. Spätestens nach den ersten Stunden Sonnenbaden schätzen wir aber den komfortablen hölzernen Seezugang direkt hinterm Hotel, der auch nur für Hotelgäste geöffnet ist. Das Wasser hat hier im Sommer übrigens um die 24 Grad. Aber auch Anfang Oktober – zu unserer Reisezeit – kann man bei 20 Grad noch sehr gut baden.

Wer den See einmal von oben sehen will, um auch die spektakuläre Farbe des Sees und der karibisch türkisen Sandbänke zu erleben, fährt am besten hinauf zum Pyramidenkogel am Südufer. Vom Aussichtsturm aus lässt sich die landschaftliche DNA Kärntens und des Dreiländerecks Deutschland/Italien/Slowenien ideal überblicken. Auf der einen Seite die Karawanken, auf der anderen Seite das Hügelland rund um den Wörthersee. Da reicht eine halbe Stunde, um eine neue Perspektive auf die Region zu gewinnen.

Blick vom Pyramidenkogel
Blink in Richtung Westen vom Pyramidenkogel

Kulinarik am Wörthersee – ein Überblick

Jetzt geht’s ans Eingemachte – deshalb seid ihr ja wahrscheinlich hier gelandet. Und ihr seid definitiv richtig hier – sowohl auf diesem Blog, als auch am Wörthersee. Kaum ein See den ich kenne, ist so dicht besiedelt von hochklassigen Restaurants. Um den See addieren sich die Hauben (die österreichische Gault & Millau Wertung mit max. 5 Hauben) auf beachtliche 20 an der Zahl. Die Aushängeschilder der Spitzenkulinarik sind sicher das relativ neue „Südsee“ von Starkoch Hubert Wallner und auch das Stammhaus Saag sowie das Caramé und das Seespitz in Velden.

Neben den überregional bekannten Vetretern der Spitzenküche hat sich eine Vielzahl kleiner hochklassiger aber nicht haubendekorierter Restaurants um den See angesiedelt – viele davon mit Slow Food Auszeichnungen, die uns tendenziell wichtiger sind, als Hauben und Sterne. In unserer Liste weiter unten, haben wir die Tipps gesammelt, die wir während der Reise mitnotiert haben.

Wörthersee-Idylle
Seeblick vom Pyramidenkogel

Getestet: Unsere kulinarischen Erlebnisse am Wörthersee im Überblick

Marcel Vanic im Casino Velden

Ein Casino-Restaurant wäre ehrlicherweise nicht meine erste Wahl gewesen, doch wenn das maßgeschneiderte Programm das vorsieht und vorschlägt, folgen wir natürlich dieser Empfehlung. Das Restaurant Die Yacht des Casino Velden wird seit vielen Jahren von Marcel Vanic geführt, der mittlerweile auch die kulinarische Leitung für die anderen Casino-Standorte übernommen hat. „Systemgastronomie“ – das Wort nimmt er im ehrlichen Gespräch mit uns selbst in den Mund – und vor dieser Einordnung gilt es die Performance des Restaurants einzuordnen. Das tun wir anhand eines 4-Gänge Menüs, in dessen Zentrum eine Steak-Auswahl mit erfreulich ausführlicher Hintergrund-Erläuterung steht. Iberico-Durco Kreuzung, Kalb von Peter’s Farm aus Holland, USDA Prime Beef und irisches Lamm. Auch wenn ich hier noch lieber regionale Produkte gesehen hätte, kann ich die Positionierung vor dem Hintergrund der benötigten Mengen und der Casino-Zielgruppe verstehen. Ohnehin ist Vanics Sicht auf Kulinarik eine sehr pragmatische. Das Iberico beispielsweise gibt’s deshalb nicht in Bellota-Qualität, weil es viele Gäste mit dem Fettgehalt überfordern würde.

Geheimtipps am Wörthersee: Die Yacht von Marcel Vanic
Marcel Vanic, Küchenchef in der Yacht im Casino Velden

Das Menü ist durchweg gut, mit einem Ausreißer nach oben. Die Polentacreme mit Creme Fraiche und süßsauer geschmorten Zwiebeln ist ein echter Hit. Hier sogar mit lokaler Referenz zum Weißen Landmais aus dem Gailtal von Sepp Brandstätter. Für den hat Vanic die Slow-Food Patenschaft übernommen und dessen Produkt veredelt er in der Polenta zu einem nachhallenden kulinarischen Wow-Moment. Zitat Vanic: „Diese Polenta und ein Lobster oben drauf – da legst di nieder.“ Kann man so unterschreiben. Fazit: Für ein Casino-Restaurant überraschend hochklassig – nachvollziehbare drei Hauben, die für diese Art von „Massen“-Gastronomie ungewöhnlich sind. Danach spielen wir noch eine Runde Roulette und gehen sehr gut gesättigt und gut gelaunt um Mitternacht zu Hause.

Geheimtipps am Wörthersee: Kochwerkstatt am Benediktiner Markt
Die Kochwerkstatt auf dem Benediktiner Markt in KLagenfurt

Kochwerkstatt von Christian Cabalier in Klagenfurt

Nach einem wunderschönen Spaziergang über den quirligen Benediktiner Markt in Klagenfurt können wir kurzfristig bei Christian Cabalier in der Kochwerkstatt zu Mittag essen. Dem kleinen Restaurant mitten im Markt sieht man aus der Ferne schon an, dass es ein Menschenmagnet ist. Die kleine Karte mit 7 Gerichten und die Tatsache, dass wir aus den richtigen Mündern schon Positives gehört hatten, weckt unser Interesse.

 Wir kehren ein, für eine schnelle Stärkung und sind begeistert. Das sehr fein gewolfte Rindertatar (ich mag’s eigentlich lieber grob) ist außergewöhnlich gut gewürzt. Die Wollschwein-Tagliata (herrlich, dass Schwein als Produkt spezifiziert wird) auf einem Püree aus Pommes Frites (!) lebt vom Spiel mit einem Hauch Essig und opulent bemessenem istrischem Trüffel. Daneben probieren wir die Gnocchi Cacio e Pepe (ebenfalls mit Trüffel) und zum Dessert die süßen Schupfnudeln. Kein Gericht über 20 Euro, die Qualität allerfeinst und vor allem eine Würz-Balance, die ich bemerkenswert finde. Prädikat: Absoluter Geheimtipp!

Kochwerkstatt von Christian Cabalier
Gnocci Cacio e Pepe (e tartufo) in der Kochwerkstatt

Ob mit oder ohne Kochwerkstatt: Der Benediktiner Markt in Klagenfurt ist für sich alleine einen Besuch wert. Hier vereinen sich die Einflüsse der Alpe Adria Küche sehr gut greifbar an den Ständen lokaler Produzenten: Adria-Fisch, slowenische Bärensalami, kärtner Charcuterie, österreichische Hausmannskost – ein hohes Lebensmittelniveau trifft auf turbulentes Marktleben, das sehr einheimisch und wenig touristisch anmutet.

Seespitz Restaurant Velden

Normalerweise kocht Haubenkoch Thomas Gruber im Seespitz in Velden, an diesem Abend hat er die Küche jungen Talenten aus dem JRE-Genussnetz der Region überlassen, die sowohl Service, als auch Zubereitung übernehmen. Uns erwarten fünf Gänge aus der Feder wirklich junger, hochtalentierter Köche (zwischen 16 und 19 Jahren). Auch hier gilt wie im Casino: Wir müssen das Essen vor seinem Kontext bewerten und auch hier werden wir sehr positiv berührt.

Grammelknödel von Vanessa Rauch
Grammelknödel mit Trüffelkraut von Vanessa Rauch

Tatsächlich finde ich es in diesem Moment als spannender, die an der einen oder anderen Stelle noch einen Hauch ungeschliffene Küche mit großer Ambition zu spüren, als ein einheitliches durch-orchestriertes Menü (ohne dabei Seespitz-Küchenchef Thomas Gruber zu meinen). Jeder Gang ist spannungsvoll und lässt die unbändige Innovationskraft der jungen Garde durchspüren. Hier fehlt Mal ein Quäntchen Salz, da sticht mal der Sellerie etwas brachial hervor, aber insgesamt ist der Abend von grandiosem Unterhaltungswert – kulinarisch und auch durch unsere Begleitung, die sich als perfekte kulinarische und menschliche Sparringspartner herausstellen. Fun Fact: Mein Highlight ist schon wieder eine Polenta – dieses Mal in Form einer karamellisierten Walnuss Polenta. Irre gut! Kärnten und der Wörthersee wird wohl auch in den kommenden Jahren einige kulinarische Shootingstars hervorbringen – das zeigt dieser Abend. Über die Qualität des „normalen“ Seepsitz-Betriebs kann ich an der Stelle nichts Konkretes sagen. Zurück bleibt allerdings das Gefühl, dass wer solche Evens hostet, selbst definitiv in einer hohen Liga kochen muss.

Geheimtipps am Wörthersee: Soleo
Ines Frank vom Soleo in Krumpenbach

Restaurant Soleo Krumpenbach

Nach zwei Tagen im entspannt-mondänen Velden mit Casino, Yachten und den meisten Hauben des Sees, offenbart sich bei einem kleiner Abstecher nach Krumpendorf eine weitere Spielart der Seekulinarik: Es gibt sie auch in einer unkonventionellen, sehr bodenständigen und dennoch handwerklich versierten Art. Das erleben wir im Restaurant Soleo, wo uns Ines Frank und ihre Mutter begrüßen. Während die Mutter dort mit einer behutsamen Modernisierung des Betriebs begonnen hat, übernimmt nun sukzessive Tochter Ines das Zepter. Mit Küchenchef Florian Schnurrer hat sie sich einen Sparringspartner für ihren neuen Weg der Bewirtung ins Haus geholt – wir verkosten uns einmal quer durch Vor-, Haupt-  und Nachspeisen.

An diesem Tag auch vor Ort: Die Lammlieferantin des Restaurants. Im Rahmen der See.Ess.Spiele wird hier die enge Verzahnung zwischen dem Restaurant und seinen regionalen Lieferanten hervorgehoben. Entsprechend gibt’s drei mal Lamm im Hauptgang, vorneweg Lammlebercreme und hauchdünn geschnittenen Lammbraten  – dazu Kürbissuppe und eine grandiose Nachspeisenplatte. Ines Frank wird in zwei Jahren hier die Komplettregie übernehmen und man spürt jetzt schon, dass dem Soleo ein zukunftsfähiges Genusskonzept zugrunde liegt. Extrem unkompliziert, familiär und regional verankert. So mag ich das sehr.

Schneckenzucht Christoph Salanda
Weinbergschnecke bei Christoph Salanda in Krumpendorf

Kärntner Feinschneckerei von Christoph Salanda

Ein paar Kilometer weiter haben wir dann auch eine der beeindruckendsten kulinarischen Begegnungen der letzten Zeit: Wir besichtigen Christoph Salandas Schneckenzucht in Krumpendorf und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Deshalb haben wir der Kärntner Feinschneckerei einen eigenen Artikel gewidmet. Den findet ihr demnächst hier.

Das Format: See.Ess.Spiele am Wörthersee

Wichtig zu wissen: Wir haben den Wörthersee in der Zeit der See.Ess.Spiele besucht – eine Art Festival, das die Kulinarik am See in besonderen Formaten präsentiert. Alle Restaurant-Besuche standen daher unter diesem besonderen Stern. Dass der See diese extrem hohen Ansprüche an seine Gastronomie auch außerhalb der See.Ess.Spiele hält, hat mir VisitWörthersee-Geschäftsführer Roland Sint in einem langen Gespräch sehr glaubwürdig erklärt. Für mich steht fest – und das sage ich ganz objektiv und nicht vor dem Hintergrund dieser Einladung: Ich muss nochmal wiederkommen, um die lange Liste an aufregenden Genussorten, die in diesen zwei Tagen entstanden ist, Punkt für Punkt abzuhaken.

Weinverkostung im Soleo

Die Liste: Geheimtipps, die wir noch testen müssen

Wie bereits oben erwähnt, konnten wir in diesen 2,5 Tagen viele Menschen kennenlernen, deren Empfehlungen uns sehr vertrauenswürdig erschienen. Auch auf Instagram haben uns Leser eine Vielzahl spannender Kulinarik-Spots zugeschickt (danke Jonas!). Wir geben diese Inspirationen deshalb einfach an euch weiter. Wer den Wörthersee etwas länger bereist, kann sich hier bedienen. Bedingung: Wir wollen anschließend wissen, wie’s war!

Restaurants

  • Restaurant Ungeheuer
  • Restaurant Moritz (sehr klein, aber besonders)
  • Höhenwirt – auf dem Weg zum Pyramidenkogel (bester Marillenknödel im Traditionshaus)
  • Zum Ivo auf dem Benediktiner Markt für unprätentiöses Fischglück
  • Pumpe in Klagenfurt (Tipp: Gulasch)
  • Monkey Circus in Klagenfurt für Drinks
  • Sushi am Sol Beachclub in Velden

Erzeuger

  • Destillerie Franz Lauritsch, St Egyden:
  • Metzgerei Goritschnigg in Velden
  • Bauernmarkt Reifnitz
  • Störkaviar bei der Familie Sicher
  • Brotbäcker Lugger
  • Produkte vom Schaf bei Nuart
Schneckenzucht bei Christoph Salanda
Schnecken-Begutachtung bei Christoph Salanda

Das Fazit: Ein Genussort im besten Sinne

Ganz ehrlich: Ich bin ohne hohe Erwartungshaltung an den Wörthersee gefahren und komme sehr beeindruckt zurück. Natürlich hat uns das wahnsinnig sympathische Team von VisitWörthersee und Kärnten Werbung (Danke Inga, Ute und Roland!) den Zugang zur kulinarischen DNA dieses Orts sehr leicht gemacht. Wenn ich zurückschaue, waren die 2,5 Tage exakt die Form von Erlebnisurlaub, die ich versucht hätte selbst zu organisieren und die mich einfach beseelt zurückreisen lässt.

Wenn ich die rosarote Brille abnehme und all die lieben Menschen, die den Blick vielleicht verklären, ausblende, bleibt dennoch das Bild einer Vorzeigeregion in Sachen Genuss, Slowfood, Erzeugernähe und all das mit einer bodenständigen Attitüde kommuniziert (was andernorts bei so einem Niveau schnell mal verloren geht). Man weiß hier um die besondere Qualität der Kulinarik und den hohen Innovationsgrad der Touristik – und geht mit gebotener Bescheidenheit damit um. Die Region präsentiert sich extrem sympathisch und so vielseitig, dass einem als gastrophiler Tourist nicht langweilig wird. Ein extrem gutes “touristisches Produkt”, wie man im Marketingsprech sagen würde. Und das ist zu 100% positiv gemeint.

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