Falafel selber machen: Das Rezept für ultra knusprige Kichererbsenbällchen

Falafel selbermachen, das stand bei mir schon seit geraumer Zeit auf der kulinarischen To do-Liste. Doch einen gewissen Respekt flößen mir die orientalischen Kichererbsen-Bratlinge schon ein, das muss ich zugeben. Denn: Falafel sind wieder einmal so ein Gericht, das – wenn gut zubereitet – herrausragend lecker sein kann – oder eben vollkommen ungenießbar. Für mich müssen Falafel außen richtig knusprig sein, der Kern jedoch weich, leicht mürb, aber gleichzeitig saftig. Auch die Würzung muss genau abgestimmt sein: Sehr gerne schlucken Kichererbsen den Geschmack ihrer Begleit-Zutaten, und die Bällchen werden fad. Oder der Koch meint es zu gut und eine zu hoch dosierte Würzmischung übertont den schönen Eigengeschmack der Kichererbsen. Und was ist eigentlich, wenn ich keine Fritteuse besitze? Alles Themen und Fragen, auf die ihr in diesem Artikel Antworten finden werdet.

Inhaltsverzeichnis

Falafel

Ich habe mir vor ein paar Wochen vorgenommen, mehr Hülsenfrüchte in meinen Alltag zu integrieren, wo sie bisher eher stiefmütterlich behandelt wurden. Und versteht mich nicht falsch: Eigentlich liebe ich Linsen, Kichererbsen und Bohnen. Aber irgendwie läuft die Bequemlichkeit dem Zubereitungsaufwand (oft müssen Hülsenfrüchte am Vorabend eingeweicht werden) immer wieder den Rang ab. Dass dies nur ein vorgeschobenes Argument ist, beweist spätestens die Tatsache, dass ich ja durchaus schon am Vortag Zutaten für kommende Mahlzeiten einkaufe und mir dieser “Planungsaufwand” so gar nicht aufwändig vorkommt.

Erschwerdend kommt hinzu, dass, anders als ich, mein Lebenspartner (genau, dieser David) für den Genuss von Hülsenfrüchten nur schwer zu begeistern ist: Die mehlige Konsistenz, die für die meisten Bohnen & Co kennzeichnend ist, widerstrebt ihm. Den Impuls, dennoch einen neuen Annäherungsversuch zu starten, hat uns das Buch Der Ernährungskompass* von Bas Kast geliefert. Das Buch kann ich übrigens sehr empfehlen, da der Autor interdisziplinär und sehr verständlich oft widersprüchliche Erkenntnisse zum Thema Ernährung und Nährstoffe aufbereitet. Und nicht allzu überraschend schneiden Hülsenfrüchte in vielerlei Hinsicht sehr gut ab. Deshalb: Zurück zum Thema und vor allem zu den Kichererbsen.

Warum sind Kicherebsen so gesund?

Die kleinen Kügelchen sind mit ihrem hohen Proteingehalt, den vielen Ballaststoffen und einem außerordentlich niedrigen Glykämischen Wert (aka wie sehr die enthaltenen Kohlenhydrate den Blutzucker in die Höhe schnellen lassen) echte Gesundheitschampions. Aber (fast) noch viel wichtiger: Sie schmecken hervorragend und bewegen sich irgendwo zwischen nussig, vollmundig, etwas erdig und unglaublich befriedigend! Ihr merkt schon: Ich liebe Kichererbsen und ich kann mich von nahezu allen Gerichten und Zubereitungsarten begeistern lassen.

Falafel bilden da keine Ausnahme, im Gegenteil! Die Kichererbsen-Bratlinge sind fast immer meine erste Wahl, wenn es um Streetfood oder auch Restaurants mit Nahost-Einschlag geht. Aber selber machen? Kann das gut gehen? Die Antwort ist natürlich ja! und hier könnt ihr nachlesen, worauf ihr achten solltet.

Rohe Kichererbsen für Falafel

Wie immer habe ich als Erstes meine Ärmel hochgekrempelt und mich ordentlich eingelesen. Da wartete auch schon die erste große Überraschung auf mich: Die Kichererbsen werden bei der Falafel-Zubereitung nicht gekocht verwendet, sondern lediglich eine Nacht in Wasser eingeweicht. Ihr wundert euch genauso wie ich? Naiverweise hätte ich schwören können, jegliche Zubereitung auf Kichererbsen-Basis verwendet diese ausschließlich in (vor)gekochter Form.

Wie ich jetzt weiß: Bei Falafel trifft das nicht zu. Und warum auch nicht? Es sind ja Bratlinge, und egal für welche Garmethode wir uns entscheiden, roh bleiben sie definitiv nicht (was auch wichtig ist, immerhin gelten Kichererbsen im Rohzustand als ungenießbar). Letzendlich werden die Kichererbsen genauso vorbereitet, wie wir es vor dem Kochen tun würden: Die getrockneten Hülsenfrüchte in einem ausreichend großen Topf oder einer Schüssel mit etwa der dreifachen Menge Wasser bedecken und über Nacht – oder etwa 6 bis 8 Stunden – quellen lassen. Vergesst nicht, die Kichererbsen am nächsten Tag gründlich in klarem Wasser zu waschen, da sich ein Teil der ungenießbaren Stoffe beim Quellen im Wasser löst.

Falafel

Textur und Konsistenz

Ein zweiter Aspekt, der meiner Meinung nach die Grenze zwischen grandiosen und nicht so grandiosen Falafel zieht, ist die Konsistenz: Trocken sollten sie nicht sein, matschig-naß wollen wir sie aber natürlich auch nicht haben. Des Weiteren wünsche ich mir einen gewissen Biss und spürbare Textur: Zu fein und homogen sollte die Kichererbsenmasse also nicht zermahlen werden. Und natürlich dürfen die Bratlinge nicht zu kompakt daherkommen: Alles, was sich nicht mit der Gabel zerteilen lässt, fällt bei mir durch.

Ausschlaggebend für eine gute Textur sind drei Faktoren: Die Wahl des Bindemittels, des Triebmittels und natürlich der Mahlgrad der Kichererbsen.

Wie halten Falafel gut zusammen?

Kichererbsen zeichnen sich durch einen eher geringen Stärkeanteil aus, was insbesondere im rohen Zustand zu einem schlechtem Bindevermögen führt. Mit anderen Worten: Pur klebt unser Kichererbsenteig nicht stark genug und würde beim Braten oder Frittieren zerbröckeln. Bei meinen Recherchen bin ich auf unterschiedliche Startegien gestoßen, das zu kompensieren. So behelfen sich zum Beispiel Ottolenghi und Tamimi mit Stärke bzw. herkömmlichem Mehl. Andere prominente Stimmen wie Richard Caddick plädieren gar für Ei. Ausprobiert habe ich zwei Varianten, einmal mit Kichererbsenmehl, und einmal mit Bohnen.

Bohnen vs. Kichererbsenmehl

Bohnen haben grundsätzlich mehr Bindekraft als Kichererbsen, weshalb es durchaus Sinn macht, sie in das Rezept zu integrieren. Felicity Cloake von der How to Cook the Perfect… Kolumne des Guardians empfiehlt dabei insbesondere Fava bzw. Ackerbohnen. Beigeistern konnten mich die Bohnen jedoch nicht wirklich: Einerseits sind die Ackerbohnen unglaublich schwer aufzutreiben – trotz Münchens Dichte an Bio-Supermärkten wird man nur online fündig. Den zweiten Minuspunkt heimsen die Bohnen durch ihre typisch ledrige Haut ein: Die muss für den Falafelteig nämlich entfernt werden. Von Hand. Die Falafel wiederum waren grandios – jedoch eigentlich nicht zu unterscheiden von meiner zweiten, deutlich entspannteren Variante mit Kichererbsenmehl.

Wie ihr es euch denken könnt, hat mich letztendlich die Variante mit Kichererbsenmehl am Meisten überzeugt: Zwei gehäufte Esslöffel des Mehls reichen, um etwa 800g Falalafelteig so zu binden, dass die Bällchen das Fritieren oder Braten hervorragend und vor allem im Ganzen überstehen. Auch wenn der Teig auf den ersten Blick durchaus etwas bröselig wirken kann, lassen sich sehr einfach Bällchen mit den Händen formen, die später problemlos mit dem Löffel ins Fett gelegt werden können.

Kommt Backpulver in die Falafel?

Alle Rezepte die mir über den Weg liefen, empfehlen konsistent die Verwendung einer kleinen Menge Triebmittel um den Bällchen ein bisschen Luftigkeit zu bescheren. Dabei habe ich sowohl Natron als auch Backpulver als Mittel der Wahl angetroffen.

Hier ist wichtig zu verstehen, das Natron und Backpulver zwar grundsätzlich die selbe Wirkung haben (es bilden sich Gasbläschen die einen Teig “aufgehen” lassen), jedoch nicht beliebig austauschbar sind. Natron ist ein natürliches Salz welches beim Erhitzen auf Säure reagiert und besagte Blässchen produziert. Natron ist somit darauf angewiesen, in ein zumindest leicht saures Umfeld gegeben zu werden (kann also zum Beispiel bei Teigen mit Joghurt, Zitrone oder Essig verwendet werden). Backpulver ist eine auf Natron basierende Mischung welche die notwendige Säure gleich selbst mitbringt und somit ganz unabhängig von den Zutaten eines Teiges eingesetzt werden kann.

Da dem Falafelteig grundsätzlich keine Säure zugefügt wird, habe ich für mein Rezept eine kleine Menge Backpulver verwendet. Das Ergebnis ist auf jeden Fall überzeugend: Die Kichererbsenbällchen sind schön schwer, jedoch luftig genug, um sich nicht zu kompakt im Biss anzufühlen.

Falafelteig

Wie zerkleinere ich die Kichererbsen?

Für die Zubereitung des Falafelteigs kommt ihr um die Verwendung einer Moulinette oder eines Gemüsehäckslers nicht herum: Die Kichererbsen müssen relativ fein gehäckselt werden, sollten jedoch nicht zu einem Pürée mutieren, wie es mit dem Stabmixer oder Standmixer passieren würde.

Ich selbst verwende diesen kleinen und preisgünstigen Zerkleinerer von Russell Hobbs*. Das bedeutet, dass ich die Kichererbsen portionsweise häcksle aber der Aufwand ist nicht riesig und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Alternativ kann ich auch dieses Model von KitchenAid* aus dem etwas höheren Preissegment empfehlen. Sehr leistungsstark muss euer Gerät übrigens nicht sein: Gut eingeweichte Kichererbsen lassen sich erstaunlich gut zerkleinern!

Wie fein muss ich die Kichererbsen für Falafel hacken?

Ich habe die besten Erfahrungen mit dem Mischen von zwei Mahlgraden gemacht: Etwa zwei Drittel der Kichererbsen werden so fein wie möglich gehäckselt – das heißt ihr zerkleinert eine Portion insgesamt etwas länger als 5 Minuten. Zwischendrin solltet ihr immer mal wieder die Masse mit dem Löffel in die Mitte der Moulinette schieben da sie sich meist am Rand absetzt und für das Messer unerreichbar wird. Das verbleibende Drittel Kichererbsen häcksle ich nur etwa 3 bis 4 Minuten um noch gröbere Stückchen zu belassen. Zusammen ergibt sich daraus ein Teig, der fein genug ist, um sich gut formen zu lassen, jedoch durch die Stückchen beim Frittieren wunderbar kross wird und innen ordentlich Biss zu bieten hat.

Falafel

Welche Gewürze kommen in die Falafel?

Zusätzlich zu den Kichererbsen kommen in unseren Falafelteig natürlich noch ein paar weitere tolle Zutaten. Allen voran eine Auswahl an frischen Kräutern, aber auch Frühlingszwiebeln, Knoblauch und – das Wichtigste zuletzt – die richtigen Gewürze.

Persönlich schmeckt es mir am besten, wenn an den Kräutern nicht gespart wird: Die Falafel werden dadurch wunderbar würzig und bekommen eine schöne, leuchtend grüne Farbe im Innneren. Ich verwende zirka 180 Gramm Kräuter auf eine Teigmenge von etwa 800 Gramm. Dabei setzte ich auf glatte Petersilie (ein Muss!), frischen Koriander und Schnittlauch. Nach dem selben Prinzip sparen wir auch nicht an Zwiebeln und Knoblauch und verwenden jeweils zumindest 4 bis 5 Stück.

Was die Gewürze angeht, so habe ich unterschiedliche Varianten probiert. Immer mit dabei sein sollte Kreuzkümmel, getrocknete Koriandersamen und schwarzer Pfeffer. Zusätzlich verwende ich – in geringeren Mengen – Cayennepfeffer und Ingwerpulver, Zimt sowie geriebene Muskatnuss. Bei letzteren Gewürzen solltet ihr euch herantasten, wir wollen ja kein Weihnachtsaroma erzeugen!

Falafel

Wie gare ich Falafel am besten?

Traditionell werden Falafel frittiert, und egal, ob als Streetfood oder in gehobeneren Restaurants, werden sie uns meist genau so serviert. Frittieren ist natürlich die einfachste Methode, die Bällchen schön knusprig zu bekommen und richtig schief laufen kann dabei auch nichts. Wie viele von euch wahrscheinlich auch, scheue ich vor dem “richtigen” Fritieren jedoch ein bisschen zurück, und zwar nicht primär, weil die Falafel dadurch (ein wenig) fettiger werden: Ich fritiere im Alltag so gut wie gar nichts und besitze entsprechend auch keine Fritteuse. Auch einen Topf auf zwei Drittel mit Öl zu füllen finde ich nicht so toll, da ich für diese riesige Menge Öl wahrscheinlich keine weitere Verwendung finden würde und den Inhalt nach einmaliger Nutzung entsorgen müsste.

Falafel im Topf frittieren

Als hervorragender Kompromiss hat sich bei mir bewährt, mit einer verhältnismäßig sehr geringen Menge Öl zu fritieren: Ich befülle meinen Topf mit nur etwa zwei Zentimeter Öl. Das reicht um die Falafelbällchen erst von einer Seite und danach, einmal mit dem Löfel gedreht, auch von der anderen Seite knusprig-braun zu braten. Dem “richtigen” Frittieren steht diese Methode in keiner Weise nach, das könnt ihr mir glauben!

Falafel in der Pfanne, im Ofen und auf dem Grill

Alternativ könnt ihr die Falafel jedoch auch in der Pfanne (Achtung, hier die Bällchen plattdrücken, sonst werden sie innen nicht gar), im Ofen oder auch auf dem Grill garen (für die Letzteres die Bällchen mit dem Pinsel leicht einfetten – wir wollen sie ja schön kross bekommen).

Das Rezept für perfekte Falafel

Perfekte Falafel

Terese Tönnies
Falafel selbermachen hört sich herausfordernder an, als es tatsächlich ist. Aber nicht nur das: Mit diesem Rezept zaubert ihr Falafel, die selbst die letzten Kichererbsenverweigerer zu einer zweiten (und dritten) Portion greifen lassen. Das Geheimnis? Die perfekte Mahlgrad-Kombi, viel Kräuter und die richtigen Gewürze. Und: Ihr kommt auch ganz ohne Fritteuse aus. Also ran an die Kichererbsen!
Zubereitungszeit 1 Std.
Ruhen lassen 30 Min.
Gericht Hauptgericht, Kleinigkeit
Portionen 25 Falafel

Zutaten
  

  • 300 g getrocknete Kichererbsen (entspricht etwa 600g im eingeweichtem Zustand) (z.B. hier bestellen*)
  • 2 EL Kichererbsenmehl (z.B. hier bestellen*)
  • 5 Frühlingszwiebeln
  • 4 Knoblauchzehen
  • 75 g glatte Petersilie (dickere Stiele entfernt)
  • 75 frischer Koriander (dickere Stiele entfernt)
  • 30 g Schnittlauch
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Kreuzkümmel (z.B. hier bestellen*)
  • 1 TL gemahlener oder zerstoßenerr Koriander (z.B. hier bestellen*)
  • 1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer (z.B. hier bestellen*)
  • 1/4 TL Ingwerpulver (z.B. hier bestellen*)
  • 1/4 TL Muskatnusspulver (z.B. hier bestellen*)
  • 1/4 TL Cayennpfeffer (z.B. hier bestellen*)
  • 1/4 TL Zimt (z.B. hier bestellen*)
  • Pflanzenöl zum Braten oder Frittieren (z.B. Sonnenblumenöl)

Anleitungen
 

Kichererbsen vorbereiten

  • Die getrockneten Kichererbsen mit etwa drei mal ihr Volumen an Wasser übergießen und zumindest 8 Stunden, besser jedoch über Nacht etwa 12 Stunden einweichen lassen.
    Am nächsten Tag die Kichererbsen in frischem Wasser ausgiebig waschen und anschließend mit einem Küchentuch gründlich trocknen (Es ist wichtig, die Kichererbsen nicht nass zu verwenden, da der Teig ansonsten zu wässrig werden könnte).
  • Anschließend die Kichererbsen portionswiese in der Moulinette zerkleinern. Wichtig ist, das die Kichererbsen fein genug zerhäckselt sind, da die Teigmasse ansonsten nicht gut genug zusmmen hält. Damit dennoch genügend Biss entsteht, häcksle ich etwa 2/3 der Kichererbsen möglichst fein, und lasse das restliche Drittel etwas gröber.
    Zum Zerhäcksln braucht ihr auf jeden Fall eine Moulinette oder einen Gemüsezerkleinerer. Ich verwende diesen kleinen und preisgünstigen Zerkleinerer von Russell Hobbs* der mit den Kichererbsen super zurecht kommt.

Teig zubereiten

  • Bei der letzten Portion Kichererbsen erst die klein gewürfelten Frühlingszwiebeln sowie den zermörserten Knoblauch mithäckseln. Sobald die Masse relativ fein ist, die grob geschnittenen Kräuter dazugeben und so lange häckseln bis sie schön klein jedoch noch erkennbar sind.
  • Die zerkleinerten Kichererbsen und Kräuter in eine ausreichend große Schüssel geben, die Gewürze sowie das Kichererbsenmehl dazu geben und alles gut durchrühren. Die Masse sollte körnig sein, sich jedoch mit der Hand gut zu Bällchen formen lassen. Kommt sie euch zu trocken oder zu nass vor, gebt noch ein wenig Wasser bzw. Kichererbsenmehl hinzu.
  • Da die Würzung schwer einzuschätzen ist (den rohen Teig kann man ja nicht so wirklich probieren), empfiehlt sich das Testbraten: Nehmt eine esslöffelgroße Portion und bratet sie mit etwas Öl 2-3 Minuten von beiden Seiten an. Dann probieren und ggfs. nachwürzen.
  • Sobald ihr mit der Würzung zufrieden seid, rührt das Backpulver unter den Teig und lasst ihn eine gute halbe Stunden im Kühlschrank ruhen.
  • Nach dem Ruhen, den Teig noch einmal gründlich durchmischen und mit den Händen zu kleinen, etwa tischtennisball-großen Kugeln formen

Falafel fritieren

  • Etwa zwei Zentimeter Öl in einen Topf geben und auf 180°C bis 190°C erhitzen (Das entspricht bei mir auf lange Sicht in etwa der Stufe 5 von 9).
  • Sobald das Öl heiß genug ist, die rohen Falafel in mehereren "Chargen" von etwa 6 bis 8 Stück mit dem Löffel in das Fett setzen (Zu viele Falafel auf einmal kühlen das heiße Öl zu sehr herunter). Nach etwa 3 Minuten sollte die Unterseite schön braun sein und ihr könnt die Bällchen einmal umdrehen und die andere Seite auch wieder 3 Minuten fritieren.
    Die fertigen Falafel aus dem Fett heben und überschüssiges Fett mit einem Küchentuch abtupfen.
  • Falls ihr eine Fritteuse verwendet, ist die Prozedur grunsätzlich die selbe – nur schwimmen die Bällchen tiefer im Fett und sind schon nach etwa 4 bis 5 Minuten gar. Achtet darauf, die Falafel zwischendrin zu drehen um sie gleichmäßig braun zu bekommen.

Falafel in der Pfanne braten

  • Die Falafelbällchen einmal sanft flach drücken, so dass sie nicht dicker als 2cm sind. Dann in die mit etwas Öl vorgeheitzte Pfanne geben und von beiden Seiten etwa 3 Minuten Anbraten.

Falafel im Ofen braten

  • Den Ofen auf 220°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Falafelbällchen mit etwas Öl einpinseln und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech plazieren.
  • Die Falafel zwischen 25 und 30 Minuten backen und dabei zwischendurch einmal wenden.

Falafel geniessen

  • Die Falafel heiß servieren. Sie passen hervorragend zu einem frsischen Salat oder ganz simpel zu einem Joghurt-Minz Dip.
    Guten Appetit!
Keyword Falafel, Kichererbsen

Guten Appetit, ihr Lieben :)! Wenn euch die Falafel gefallen, solltet ihr auf jeden Fall auch unser Rezepte für ein super saftiges Tabouleh, schön cremiges Baba Ghanoush und natürlich unser Hummus ausprobieren.

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Meine Empfehlungen für dieses Rezept

Zutaten

Trotzdem es sich hier um ein eher exotisches Rezept handelt, sind die meisten Zutaten gut aufzutreiben. Ich empfehle euch die Kräuter in dem türkischen Gemüseladen eures Vetrauens zu kaufen (wenn ihr noch keinen habt, wird’s aber langsam Zeit ;)!). Dort bekommt ihr insbesondere Koriander & Co in rauen Mengen und meiner Erfahrung nach halten sich die Kräuter immer deutlich besser als die Mikroskopisch kleinen Päckchen aus regulären Supermärkten. Dort könnt ihr auch meist Hülsenfrüchte und Gewürze sehr gut auftreiben. Ansosnten ist hier eine Liste direkt zum betsellen:

  • Getrocknete Kichererbsen: Ich bestelle meine Hülsenfrüchte in Bio-Qualität meist bei Süssundclever*
  • Kichererbsenmehl: Hier empfiehlt sich auf jeden Fall online zu bestellen, da das Mehl teilweise echt schwer aufzutreiben ist. Auch hier wieder von Süssundclever*.
  • Gemahlener Kreuzkümmel: Kreuzkümmel, auch Cumin gennant, könnt ihr hier* in Bio-Qualität bestellen.
  • Gemahlene Korianderkerne: Korianderpulver in Bio-Qualität bekommt ihr bei Azafran*.
  • Schwarzer Pfeffer: Pfeffer solltet ihr immer als ganze Körner kaufen und frisch mahlen da er ansonsten den Geschmack verliert. Ihr könnt die ganzen Körner bei Azafran bestellen* und euch gleich noch diese zwei Design-Mühlen mit Keramikmahlwerk* dazu holen!
  • Ingwerpulver: Hier bestellen*
  • Muskatnuss: Auch die Muskatnüsse sollten immer erst beim Zubereiten gerieben werden. Hier könnt ihr die ganzen Nüsse bestellen*. Ich selber habe auch keine spezielle Reibe nur dafür sondern verwende diese Microplane Zester Reibe*.
  • Cayennpfeffer: Hier in Bio-Qualität bestellen*.
  • Zimt: Beim Zimt immer darauf achten, dass es sich um original Ceylon-Zimt handelt da der deutlich günstigere Cassia-Zimt (oder China-Zimt) leider einen weitaus höheren Cumarin-Anteil enthält – das ist ein natürlicher Bestandteil der jedoch in zu großen Mengen schädlich ist. Hier Zimt in Bio-Qualität bestellen*.

Zubehör & Equippment

Falls ihr keine Fritöse besitzt aber eure Falafel dennoch ultimativ kross haben möchtet, empfehle ich euch die Bällchen in einem Gusseisentopf zu “fritieren”, zum Beispiel in meinem lieblings-Gusseisenbräter von ProCook* aus dem mittleren Preissegment. Dazu solltet ihr die Fett-Temperatur mit einem Küchenthermometer überwachen (Mein Tipp: Das Funkthermometer von TFA Dostmann*, das könnt ihr bei etwas längeren Prozeduren mit in einen anderen Raum nehmen).

Zum Thema Friteuse ist diese Model von Tefal* zu empfehlen weil sie das Öl filtert und ihr es somit getrost mehrfach verwenden könnt. Oder ihr verzichtet auf’s Öl und holt euch die Heißluftfriteuse von Philips*!

Weiteres Equippment, das ich verwende:

  • Eine Moulinette: Ich verwende diesen kleinen und preisgünstigen Zerkleinerer von Russell Hobbs* und bin echt sehr zufrieden. Alternativ kann ich auch dieses etwas hochpreisigere Model von KitchenAid* empfehlen.
  • Küchenwaage: Ich bin grundsätzlich ein Freund der Pi-mal-Daumen-Methode, aber wenn es wirklich auf die richtigen Proportionen ankommt, verwende ich diese günstige und super simple Küchenwaage*.
  • Ein gutes Schüsselset: Ich verwende dieses Set von Rösle* weil die Schüsseln schön tief sind und eigentlich für alles super geeignet sind (inklusive Wasserbad!).
  • Ein gutes Messerset und Messerschärfer: Immer wenn Kräuter geschnitten werden, ist ein gutes und sehr scharfes Messer wichtig. Dieses Set von WMF* begleitet euch dann bei noch ein paar mehr Rezepten und wenn die Messer mal geschliffen werden müssen gibt es dafür auch eine gute Lösung*!

*Affiliate links

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