Hummus nach israelischem Originalrezept

Was für den Deutschen sein Kartoffelbrei, ist für den Israeli sein Hummus. Im Grunde gilt Hummus sogar als Nationalgericht des gesamten Nahen Ostens. Palästinenser, Israelis, Libanesen, Syrer, Ägypter – für sie alle ist das cremige Kichererbsenpürree ein alltäglicher Begleiter zu anderen kleinen Häppchen, die man “Mezze” nennt. Wenn man so will verbindet dieses einfache Gericht die Länder des Orients, aller schwelenden Konflikte zum Trotz. Mittlerweile reicht die kulinarische Verbindung sogar bis nach Deutschland, auch wir sind dem Hummus verfallen, spätestens seit dem ersten Besuch bei unserem Lieblings-Israeli in München. Und weil die Zubereitung von Hummus so kinderleicht ist, gibt’s den hochkalorischen Snack nun auch immer öfters in der selbstgemachten Variante. Möglichst intensiv, maximal cremig, schmilzt im Mund, glänzt seidig, mit Suchtfaktor eben. Wie das geht, lest ihr in diesem Rezept. 

Inhaltsverzeichnis

Da ich ein großer Fan von Funfacts bin, möchte ich euch zu gerne noch ein paar Geschichten zum Hummus an die Hand geben, die ihr dann als lustigen Eisbrecher auf Parties nutzen könnt – oder so. Solltet ihr direkt in die Magie hinter dem perfekten Hummus eintauchen wollen, klickt einfach hier.

Die Geschichte des Hummus

Kichern Kichererbsen?

Hummus ist ein Gericht basierend auf pürierten Kichererbsen. Anfangs setzt man sich mit der Frage auseinandert, wie sich der perfekte Hummus zusammensetzt. Schnell wird man sich aber auf kurz oder lang die gar nicht so sinnbefreite Frage stellen, ob diese kleinen Erbsen denn nun etwas mit Kichern zu tun haben oder woher der deutsche Name stammt.

Ich kann diesen Artikel nicht weiterschreiben ohne die Frage ein für alle Mal geklärt zu haben: Auf Latein heißt die Pflanze des Kichererbsenstraußes “Cicer”. Verglichen zu damals wird heute im Lateinunterricht geplagten Kindern eingetrichtert, dass man ab sofort das “c” in Latein wie “k” spricht. Dies ärgerte mich nicht nur immer wieder als Lateinnachhilfelehrerin, es verwandelt auch einen “Cäsar” in einen “Käsar” (wie cheesy!). So wird nach dieser Regel auch der Kichererbsenstrauß “Cicer” wie “Kiker” gesprochen. Klingt fast schon wie “kichern”, basiert aber vor allem auf dem hebräischen Wort für “rund” – “kikar”. Kichererbsen haben also nicht wirklich viel mit “Kichern” zu tun, schade eigentlich. Aber zumindest wäre die Herkunft des Wortes geklärt. 

Hummus, der All-Time-Favourite des Nahen Ostens

Bei der Recherche der Hintergründe anderer Rezepte wurde immer betont, wie sehr dieses und jenes Gericht in der Landesküche vergöttert wird. Hummus toppt aber alles, im wahrsten Sinne des Wortes. Neben der klangvollen Dokumentation “Make Hummus Not War” gibt es auch den Film “Hummus! The Movie” (es gibt ihn wirklich!). Dort geht es nicht nur um die Fernsehshow “Israel Hummus Genius”, in der Köche sich um den besten Hummus battlen. Es wird auch ein Weltrekord angestrebt, um eine 15-Tonnen-Schüssel Hummus zu kreieren, bei der Zementmischer ausgepackt werden und Tränen und Schweiß rinnen. Einer der Protagonisten des Films ist ein israelischer Rapper, der darüber singt, dass das, was die Isrealis so verrückt macht, ganz sicher nur eines sein kann: Hummus. Kurzum: Die Isrealis lieben ihren Hummus aus tiefstem Herzen und beschützen ihn mehr als gluckenhaft. 

Isrealisch oder arabisch?

Trotz der Bedeutung des Hummus innerhalb der israelischen Kultur, wird die Geschichte über die Entstehung und vor allem den Entstehungsort des Hummus kontrovers diskutiert. Sowohl Israelis als auch Araber beanspruchen Hummus als ihr Gericht und schnell artet eine Diskussion im Palästina-Israel-Konflikt aus. Doch woher kommt denn Hummus nun? 

Beantworten lässt sich die Frage nicht wirklich. Man muss aber auf jeden Fall den Wortursprung genauer untersuchen, um nicht im Dunkeln zu tappen. Im Arabischen bedeutet “hummus” nämlich ganz einfach “Kichererbse”. Klarer Fall, der Punkt geht an Palästina! Dennoch dominieren zu 70% israelische Hummus-Unternehmen den Hummus-Weltmarkt. Es gibt keine schriftlichen Hinweise darauf, woher das Ur-Hummus kommt und der Konflikt geht weiter bis hin zum Social Media Trend “#hummusselfie”, der Israelis und Palästinenser dazu aufforderte, ihre Differenzen über einem Teller Mezze beizulegen. Hummus begeistert über Nationalitäten, Ländergrenzen und Kulturen hinweg aber wir sind uns einig: Hummus schmeckt genial, ganz egal, ob wir den Ursprung lokalisieren können oder nicht.

Kichererbsen – aus dem Glas oder getrocknet?

Kommen wir also zur Sache – der perfekte Hummus ist das Ziel. Und zuerst müssen wir natürlich klären, in welcher Form das Grundprodukt verarbeitet wird. Kichererbsen aus dem Glas sind die einfache Lösung, um besonders schnell zu gutem Hummus zu kommen. Dennoch ist das Einweichen von getrockneten Erbsen, die man entweder in Bio-Qualität online* oder mittlerweile fast in jedem Supermarkt kaufen kann, nicht nur günstiger – das Ergebnis wird weitaus cremiger. Warum es cremiger wird, klären wir noch ausführlicher. 

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Entscheiden wir uns für die getrocknete Variante, müssen wir die wesentlich dunkleren und kleineren Exemplare aussortieren, das sind Erbsen, die nicht mehr gut sind. Die restlichen Kichererbsen werden am Vortag in Wasser eingeweicht. Sie sollten mindestens 10 Zentimeter hoch mit Wasser bedeckt sein. Mindestens 12 Stunden, bestenfalls aber 24 Stunden lang dürfen sie sich mit Wasser vollsaugen – es ist schon beeindruckend, wie saugfähig die kleinen Hülsenfrüchte sind, sie verdoppeln sich etwa in ihrer Größe. Dies bedarf einiger Planung vom Einweichen bis zum Servieren des Hummus. Die Erbsen in eine Schüssel zu geben und mit Wasser aufzufüllen kostet keine 5 Minuten, dann müssen sie nur noch ruhen. Der kleine Handgriff am Vorabend lohnt sich, ich versprech’s.

Man könnte durchaus auf die Idee kommen, die Kichererbsen uneingeweicht zu kochen. Das hat aber zwei entscheidende Nachteile: Einerseits würde es wirklich ewig dauern, bis sie gar wären und andererseits spaltet sich durch das Einweichen ein Großteil des Zuckers in den Erbsen, der sonst manchmal nicht so bekömmlich ist. Hülsenfrüchte eben.

Achtung, giftig! Warum man Kichererbsen immer kochen muss

Schnell kommt man auf die Idee, die eingeweichten Kichererbsen direkt zu verwenden, um sich einen Schritt zu sparen. Der Mixer bekommt alles klein! Doch falsch gedacht – Kichererbsen müssen ausnahmslos immer gekocht werden, nicht nur, um einen schöneren Hummus zu erhalten, sondern der Gesundheit zu Liebe. Kichererbsen aus der Dose sind antürlich auch vorgekocht und somit unbedenklich.

Getrocknete (und frische rohe) Kichererbsen enthalten nämlich das Lektingemisch Phasin, das nur durch hohe Hitze denaturiert und somit unschädlich gemacht wird. Phasin ist deshalb giftig, weil es beim Menschen die roten Blutkörperchen miteinander verklebt. Das klingt nicht nur unangenehm, sondern ist es auch. Selbst geringe Mengen führen schnell zu tagelangen Bauchkrämpfen. Bei den weitaus phasinreicheren Kidneybohnen reichen beispielweise 4-5 rohe Bohnen aus, um einen Menschen auszuschalten. Das interessiert uns eben schon die Bohne.

Die Kichererbsen richtig kochen

Nach dem Einweichen sollte man die Kicherererbsen 1,5 bis 2 Stunden lang in köchelndem und gesalzenem Wasser garen. Die Kochzeit kann allerdings mit einem Schnellkochtopf erheblich reduziert werden, achtet dabei dabei darauf, die angegebene Maximalfüllung nicht zu überschreiten. Einen guten Schnellkochtopf findet ihr übrigens hier*. Die Kichererbsen sollten auf höchster Flamme aufgekocht werden. Sobald das Ventil anfängt, zu zischen, müsst ihr die Flamme sofort auf eine der niedrigsten Stufen herunterschalten. Auch im normalen Kochtopf reicht es, wenn die Flamme herunter geschalten wird und die Kichererbsen nur noch vor sich hin köcheln. Nicht wundern, wenn sich dabei in einem normalen Topf nach einigen Minuten ein imposanter Berg weißer Schaum auf der Wasseroberfläche auftürmt – das ist völlig normal, nur sollte man ihn immer wieder abschöpfen. Ansonsten sollte der Deckel auf dem Topf liegt, damit nicht zu viel Wasser verdampft.

Sobald sich die ersten Kichererbsen in ihre Einzelteile auflösen – oder etwa nach 60 Minuten im Schnellkochtopf – sind die Früchte weich genug, um daraus Hummus herzustellen. Cremiger Hummus erfordert stark gekochte Kichererbsen, lasst euch nicht davon verunsichern, wenn die einzelnen Erbsen wirklich sehr matschig erscheinen und wie auf dem Foto auch einige Kichererbsen bereits zerfallen sind. Genau dann ist es richtig! Indem man die Kichererbsen extrem überkocht, zerfallen die festen Häute der Hülsenfrüchte, die uns möglicherweise den Weg zum perfekt cremigen Hummus versperren.

Wie erreicht man den optimalen Gargrad der Kichererbsen?

Damit Kichererbsen einfacher in ihre Einzelteile zerfallen und die Masse dadurch glatter wird, gibt es noch zwei weitere Tricks, die wir beide für ein perfektes Ergebnis kombinieren: Salz und Natron hinzufügen.

  • Kichererbsen in Salzwasser kochen: Wie alle Hülsenfrüchte nehmen auch Kichererbsen Geschmack vor allem beim Garprozess an. Salzen sollte man Kichererbsen deshalb wie Nudeln – je nach Geschmack mehr oder weniger stark, aber Salz muss einfach rein ins Wasser. Auch der Irrglaube – der oft sogar noch auf der Packungsrückseite bei Kichererbsen steht – dass das Salz am Ende der Garzeit hinzugefügt werden sollte, ist überholt. Angeblich solle sich die Kochzeit dadurch verlängern, Gegenteiliges tritt aber ein! Die Natrium- und Chloridionen im Salz lockern die bestehenden Schalen der Hülsenfrüchte. Sie werden durchlässiger für Wasser, rascher gar und zerfallen schneller. Und genau das wollen wir! Obendrauf bringt uns Salz noch den zusätzlichen Geschmack, so simpel und so effektiv.
  • Natron im Kochwasser: Natron bewirkt hier das exakt Selbe wie Salz. Ab einer Erhitzung von 65 Grad Celsius gewinnen wir hier ebenfalls durch Abspaltung von Wasser und Kohlenstoffdioxid Natriumcarbonat. Bei Natron sollte man eher sparsamer sein, viele Menschen empfinden Speisen mit Natron schnell als “seifig”. Ein Teelöffel Natron pro Liter Kochwasser reicht aus, um unsere Kichererbsen richtig zum Zerfallen zu bringen.

Solltet ihr euch aus Zeitgründen doch dazu entscheiden, die Kichererbsen aus der Dose zu verwenden, spült das Kichererbsenwasser aus und kocht die Kichererbsen etwa 15 Minuten mit Salz und Natron auf, damit auch diese möglichst weich sind. Da die Kichererbsen schon vorgekocht sind, ist es aber weitaus schwerer, großen Einfluss auf die Konsistenz und den Geschmack zu nehmen. Das Salz kann in den 15 Minuten nicht genügend in die Kichererbsen eindringen, der Geschmack fehlt uns. Getrocknete Kichererbsen kochen langsam auf und haben viel Zeit, zu zerfallen, bei bereits gekochten müssen wir nur die Krone an richtiger Weichheit aufsetzen, das erfordert Präzision. Oder viel einfacher: Nehmt nicht die aus der Dose.

Lohnt es sich, die Kichererbsen zu schälen?

Es klingt, als würde ich euch auf’s Korn nehmen – aber in einigen Rezepten ist die Rede davon, dass es sich lohnt, die dünnen Häutchen der Kichererbsen zu entfernen. Wir haben die Methode für euch getestet, damit ihr euch nicht die Finger für eine Hand voll Hummus wund schälen müsst.

Wir haben die Kicherebsen bewusst überkocht, um ihre störenden harten Hüllen klein zu kriegen. Der Gedanke, diese einfach direkt zu entfernen, liegt da nahe. Die Kichererbsen werden dafür normal gekocht und nicht überkocht, damit man diese noch gut in die Hand nehmen kann. Die äußere Hülle der Erbsen kann entfernt werden, indem man sie erst am hervorstehenden spitzen Ende aufbricht und dann mit einer schnippenden Bewegung zusammendrückt. Die ersten 20 Erbsen nervt es einen ein wenig, danach wird es zu einer fast meditativen Aufgabe vor dem Fernseher. 250 Gramm gekochte Kichererbsen (also 125 Gramm Trockengewicht) dauern allerdings etwa 30-45 Minuten, je nach persönlicher Schälgeschwindigkeit. Dann können die Kichererbsen ganz normal weiterverarbeitet werden. Aber lohnt sich der Aufwand?

Das Fazit: Das Hummus wird – da die Schalen komplett entfernt und nicht nur zerkocht sind – eine Nuance heller. Falls ihr also einem Contest um das hellste Hummus beiwohnen wollt, lohnt es sich eventuell. Sonst schmeckt das Hummus exakt gleich wie das aus überkochten Erbsen. Nein, es lohnt sich daher nicht, die Kichererbsen zu schälen. Ihr habt mehr Aufwand und am Ende Schwimmhäute zwischen den Fingern.

Wunderwaffe Tahini

Hummus wird erst zu Hummus durch den Geschmack von Sesam in Form von Tahini. Tahini, Tahin, Tahine, es beschreibt alles dasselbe: Eine Paste oder ein Mus aus geschältem und geröstetem Sesam. Hier muss man aber aufpassen, welches Tahini man erwischt. Es gibt sehr dickflüssige oder auch sehr dünnflüssige. Vorzugsweise entscheidet man sich für ein sehr flüssiges Tahini, da wir damit weniger andere Flüssigkeit zum Hummus hinzugeben müssen, die den Geschmack zwangsweise beeinflusst. Je flüssiger das Tahini, desto leichter lässt es sich im Mixer aufschlagen und desto cremiger wird der Hummus. Erfahrungsgemäß sind Tahini in kleinen Gläsern aus der Feinkostabteilung eher pastös, Tahini aus Quetschflaschen hingegen flüssig. 

Während man das Sesammus nahezu überall erhält, unterscheidet sich die Qualität von gekauftem Tahini von Glas zu Glas wie Tag und Nacht. Man kann gutes und leider auch weniger gutes Tahini erwischen. Gutes Tahini ist ähnlich wie Erdnussbutter nussig, mild und vor allem voller Sesam-Geschmack. Oft ist es auch mit den Worten “weißes Tahini” beschrieben, da seid ihr an der richtigen Adresse! 

Schnell wird nicht so gutes Tahini als bitter empfunden, das passiert vor allem dann, wenn der dafür verwendeten Sesam nicht von der Schale befreit wird. Unter der Schale stecken zwar – wie bei so vielen Lebensmitteln – die meisten Nährstoffe, aber auch viele Bitterstoffe. Möchte man sein Tahini selbst machen, muss man also unbedingt auf geschälten Sesam bestehen. Im Vergleich zu Kichererbsen schälen wir Sesam nämlich ganz sicher nicht selbst – geht auch gar nicht.

Woher bekommt man gutes Tahini für Hummus?

Ich bin ein großer Fan davon, möglichst viel selbst zu machen, dennoch wird selbstgemachtes Tahini nie ohne hinzugegebenes Öl auskommen, da normale Mixer Sesam nicht so fein zu Mus verarbeiten können. Richtig gutes Tahini wird frisch mit einem Mühlstein gemahlen! Öl ist nicht per se schlecht, mein Hummus soll allerdings cremig-weich und auch gerne möglichst luftig sein, kein öliger Batzen. Wir fügen später noch genug Öl hinzu und Tahini selbst besteht schon zu größtem Teil aus dem natürlichen Öl der Sesamkörner. Kaufen kann man das beste Tahini entweder online oder in Feinkostläden. Richtig flüssig, mild, keinesfalls bitter und so gut, dass ich es löffeln könnte, ist dieses Tahini*, das wir auch für den Hummus hier verwendet haben. 

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Besonders auch arabische Läden zapfen einem vor den Augen frisch gepresstes Tahini in Gläsern ab. Perfekter geht’s nicht! Wenn man aber keinen Laden in der Nähe hat, nehmt das von uns empfohlene Tahini, jedes bittere Tahini aus dem Supermarkt bringt nur Enttäuschung. Ich spreche da leider aus Erfahrung. 

Warum Olivenöl nichts IM Hummus zu suchen hat sondern nur auf dem Hummus

Bei meinen Recherche nach dem perfekten Hummus-Rezept wurden mir schnell die Augen geöffnet: Entgegen meiner Meinung beeinhaltet kaum ein Rezept Olivenöl, das sich selbst als “authentisch israelisch” bezeichnet. Hummus verliert für mich deshalb seine Daseinsberechtigung IM Hummus, nicht aber AUF dem Hummus als abschließendes “Topping”. Als Topping überzieht es alles, was man in Hummus dippt auf wundervolle Art, da sich beide Komponenten nicht ganz vermischen. Es schmeckt dann nach Hummus mit Olivenöl. Das ist was komplett anderes als würde man es direkt mischen.

Selbstgemachter Hummus wird oft als bitter empfunden. Dies kann aus der Verwendung von qualitativ schlechtem Tahini resultieren oder sollte das Tahini aus ungeschältem Sesam bestehen. Aber auch Olivenöl kann mit seinem eigenen Geschmack seinen Teil beitragen, dass wir am Ende kein Hummus kreieren, bei dem gerne nach dem Rezept gefragt wird. Olivenöl wird oft dann verwendet, wenn man beim Pürieren merkt, dass leider die Masse zu kompakt ist und man sie nicht cremig püriert bekommt. Somit muss man Flüssigkeit nachschütten – Olivenöl. Der Hummus wird fest und ölig. Dabei wünsche ich es mir doch samtig-weich und leicht! 

Die These, dass Öl besser als Wasser ist, um Lebensmittel flüssiger und cremiger zu machen, unterschreibe ich normalerweise gerne. Öl bringt immer mehr Geschmack als Wasser. Dennoch hat der Hummus an sich so eine aromatische Wucht, dass sich jedes Olivenöl nur störend in den Geschmack und auch in die Konsistenz einmischen würde. Zum ersten Mal macht hier Wasser tatsächlich einen besseren Job als Öl. Kein normales Wasser, es muss Eiswasser sein!

Eiswasser als Trick für Cremigkeit

Wenn man liest, dass Wasser benötigt wird, um die Kichererbsen pürieren zu können, greifen viele zuerst zum Kichererbsenswasser, in dem wir die Kichererbsen gekocht haben oder das wir aus der Dose sonst wegschütten. Dieses Wasser enthält aber einen Anteil der zersetzten Zuckermoleküle, die wir bewusst aus den Kichererbsen herausgekocht haben! Dieses Wasser würde uns das Aroma des Hummus zunichte machen. Wir verwenden deshalb frisches Wasser, genauer gesagt Eiswasser. Wieso Eiswasser? Eiswasser funktioniert hervorragend, da sich in Kombination mit dem Tahini die Fettsäuren im Tahini etwas festigen und Luft einschließen können wenn diese Masse durch langes Mixen aufgeschlagen wird. Das Ergebnis: Richtig fluffig-leichter Hummus. Bei normal temperiertem Wasser funktioniert dieser Trick nicht! Packt einfach einfach einen Zip-Beutel mit Wasser für etwa eine Stunde ins Gefrierfach, ganz gefrieren muss es keinesfalls. Ein starker Mixer wie der von uns heiß geliebter Vitamix* – oder leistungstarke Alternativen wie der Homegeek* – zertrümmert aber auch Eiswürfel binnen Sekunden in Eiswasser. Für 125 Gramm getrocknete Kichererbsen haben uns gut 3 Eiswürfel ausgereicht. Das Gespür für die richtige Menge bekommt man schnell. Wann ist aber die Konsistenz richtig?

Die Reihenfolge beim Pürieren ist entscheidend

Neben der richtigen Wahl der Mixflüssigkeit, spielt auch die Reihenfolge, in der der Mixer beladen wird, eine entscheidende Rolle für das Gelingen. Wichtig ist nämlich, zuerst alle Flüssigkeiten miteinander aufzuschlagen und diese möglichst flüssig zu bekommen.

Ein möglichst flüssige Ausgangslage für das Hummus

Wir vermengen eine gute Portion Zitronensaft – für den erfrischenden Touch und ausreichend Flüssigkeit – mit Knoblauch und Salz und werfen den Mixer zum ersten Mal an. Dies ergibt schon ein flüssiges Fundament für unser Hummus. Wir fügen das Tahini hinzu und mixen erneut so gut es geht. Durch das Eiswasser können wir das Tahini dann als Soße aufschlagen. Das Eiswasser wird langsam bei laufendem Mixer hinzugegeben. Die Masse sollte am Ende immer noch sehr flüssig sein und problemlos vom Löffel heruntertropfen.

Als i-Tüpfelchen für den perfekten Geschmack fügen wir noch den Umami-Geschmacksträger schlechthin hinzu: Sojasoße. Einen kleinen Esslöffel schmeckt auf keinen Fall als Sojasoße heraus! Aber es boostet alle Zutaten ungemein und ist spätestens seit unserem Rezept für göttliche Ramen wichtige Zutat für viele Gerichte. Probiert es aus, auch wenn diese Zutat nicht typisch isrealisch ist. Unsere liebste Sojasoße ist übrigens diese hier von Kishibori*, klasse für den Einstieg in die Sojasoßen-Welt ist aber auch der Klassiker von Kikkoman*.

Man sollte keinesfalls mit Tahini geizen. Das Verhältnis von Tahini zu Kichererbsen darf gut und gerne 1:2 betragen. Also pro 250 Gramm Kichererbsen 125 Gramm Tahini. Erst jetzt am Ende wandern die geschälten Kichererbsen in den Mixer. Haben wir alles richtig gemacht, müssen wir nicht zum Olivenöl greifen und haben dennoch – oder erst recht – eine perfekt cremige Masse. Gemixt werden sollte mindestens 5 Minuten lang auf höchster Stufe, also lange über den Zeitpunkt hinaus, bei dem man das Gefühl hat, dass man lange genug gemixt hat. Stellt euch gerne einen Timer, 5 Minuten müssen es mindestens sein. 

Vorsichtig vor dem Überhitzen des Mixers!

Aufpassen muss man bei langem Mixen allerdings dennoch. Handelsübliche Mixer erhitzen sich auf höchster Stufe innerhalb von Minuten. Die Masse könnte also nach ganzen 5 Minuten zu stark erhitzt sein und die mühevoll eingearbeiteten Lufteinschlüsse dadurch einfallen. Macht also alle 30 Sekunden eine kurze Pause, damit sich der Motor nicht zu schnell erhitzt. Ist euer Hummus sowieso noch zu dickflüssig für euren Geschmack, gebt ruhig noch einen Eiswürfel oder Eiswasser hinzu, was dem Erhitzen entgegen wirkt.

Toppingvorschläge für Hummus

Hier darf nun endlich ein ordentlicher Klecks Olivenöl den Geschmack veredeln. Weil das Öl nicht bis zur Unkenntlichkeit im Hummus untergerührt ist, kann ich nur empfehlen, auf ein richtig gutes Produkt zu setzen. Mein Tipp: Das Venta del Barón* ist auch 2020 wieder als eines der besten europäischen Olivenöle ausgezeichnet worden.

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Neben Koriander oder Petersilie und Granatapfelkernen kann der Dip nach Belieben dekoriert werden.Traditionell israelisch dippt man Hummus auch mit rohen Zwiebelstücken (dabei sollte man aber auf möglichst milde Sorten zurückgreifen wie rote oder weiße Zwiebeln), was ich wirklich grandios finde! Möchte man Hummus zur Hauptspeise erheben, können gebratenes Gemüse wie Pilze – wie hier bei uns – und Aubergine oder auch Hackfleisch auf dem Hummus thronen und seinen Namen als liebstes und vielseitigstes Nationalgericht Israels machen.

Unsere wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick

Nachdem ihr euch durch diesen Artikel durchgekämpft habt, hier noch einmal die wichtigsten Erkenntnisse zum Mitschreiben:

  • Wir verwenden getrocknete Kichererbsen, die wir mind. 12 h, besser 24h lang einweichen lassen
  • Die Kichererbsen müssen nach dem Kochen sehr weich und überkocht sein, sodass die Hüllen von selbst zerfallen: Durch Salz, Natron und 1h (im Schnellkochtopf) oder 1,5-2h (im normalen Topf)
  • Beim Tahini darf man nicht an der Qualität sparen: Es muss aus geschälten (wichtig!) und gerösteten Sesamkörnern bestehen. Das Tahini sollte so flüssig und so hell wie möglich sein. Unser ungeschlagener Favorit ist dieses*! Tahini im Verhältnis 1:2 zur Kichererbsenmenge verwenden
  • Statt (Oliven)öl verwenden wir Eiswasser, durch das Luftbläschen eingeschlossen werden und der Hummus richtig luftig statt ölig wird. Olivenöl muss aber am Ende als Topping drauf!
  • Die richtige Reihenfolge beim Mixen ist essentiell: Zitronensaft und Knoblauch, dann das Tahini und das Eiswasser, zuletzt kommen die Kichererbsen, ist die Masse noch zu fest hilft mehr Eiswasser
  • Ein wenig Sojasoße boostet den Geschmack extrem!

Rezept

Ultimativ cremig-weicher Hummus

Hummus als Dip ist so lecker – und total einfach gemacht, wenn man weiß, worauf es ankommt. Mit unseren Tipps wird Dein Hummus extrem cremig und luftig-locker!
Vorbereitungszeit 15 Min.
Zubereitungszeit 15 Min.
Arbeitszeit 30 Min.
Gericht Beilage, Dip, Snack, Vorspeise
Land & Region Israel
Portionen 2

Zutaten
  

Hummus

  • 125 Gramm getrocknete Kichererbsen in Bio-Qualität zBhier*
  • 1 TL Backnatron
  • 3 TL Salz
  • 2 kleine Zitronen je nach Größe reicht auch eine große Zitrone
  • 2 Knoblauchzehen
  • 125 Gramm Tahini aus geschältem und geröstetem Sesam (!) und so flüssig wie möglich, unser Lieblingstahini ist dieses*
  • 3-6 Eiswürfel oder 50-100 ML Eiswasser
  • 1 EL Sojasoße

Unser Topping

  • 1/2 Granatapfel
  • 1 EL Pinienkerne
  • 100 Gramm Austernseitlinge
  • einige Stängel frischer Koriander
  • 1-2 EL Olivenöl

Anleitungen
 

Vorbereitung der Kichererbsen

  • Zuerst werden die Kichererbsen 24 Stunden (bei Zeitnot 12 Stunden) lang in Wasser eingeweicht. Da das Volumen der Kichererbsen sich verdoppelt, sollten die getrockneten Erbsen mindestens 10 Zentimeter Wasser über sich haben.
  • Danach werden die Kichererbsen durch ein Sieb abgegossen und in einen Topf mit frischem Wasser (nicht das Einweichwasser verwenden!) gegeben. Im Kochwasser landen 2 TL Salz sowie 1 TL Natron. Dort werden sie kurz aufgekocht und dann etwa 2 Stunden gekocht bis sie wie von selbst zerfallen. Im Schnellkochtopf haben wir ihnen 1h gegeben.
  • Die Kichererbsen werden dann mit Wasser abgespült und abkühlen lassen.

Die Basis aus Tahini

  • Die Zitronen werden ausgepresst und der Zitronensaft wird mit den Knoblauchzehen und dem verbliebenen TL Salz gut gemixt.
  • Dann wird das Tahin hinzugefügt und die Masse ordentlich gemixt. Langsam das kalte Wasser oder die Eiswürfel nacheinander in den laufenden Mixer hinzugeben bis eine helle, luftige Masse entsteht. Sie muss auf jeden Fall sehr flüssig sein, sonst muss man noch Wasser hinzugeben.
  • Die Sojasoße hinzufügen und kurz erneut mixen.

Der Hummus

  • Im letzten Schritt werden die Kichererbsen hinzugefügt und 5 Minuten lang gemixt. Sollte die Masse noch zu dickflüssig sein, langsam weiteres kaltes Wasser untermischen und weiterpürieren.
  • Am Ende nach Geschmack mit Salz abschmecken und mit Olivenöl in einer Schüssel beträufeln.

Die Toppings

  • Große Austernseitlinge in der Mitte brechen und mit den ganzen kleineren Pilzen in einer Pfanne anbraten und salzen. Pinienkerne anrösten und Granatapfel entkernen. Alle Zutaten auf dem Hummus verteilen und mit Koriander dekorieren. Als Dip oder Hauptspeise servieren. Bete'avon wie man in Isreal sagen würde!
Keyword Hummus, Kichererbsen

Meine Tipps zum Zubehör:

Ich kann für dieses Rezept folgendes Zubehör empfehlen:

  • Schnellkochtopf: Dieses Model von Fissler* ist zwar nicht das allergünstigste, aber beim Schnellkochtopf ist mir die Qualität schon sehr wichtig.
  • Ein leistungsstarker Standmixer: Unserem Vitamix 5200 haben wir ja sogar einen eigenen Artikel gewidmet, so begeistert sind wir von dem Gerät! Ja, er ist teuer. Aber nach mehr als sechs Jahren im täglichem (!) Einsatz können wir sagen dass er jeden Cent wert ist und insbesondere beim Gazpacho so einiges erleichtert (aka das Passieren überflüssig macht). Auf Amazon bekommt ihr ihn hier*. Als Alternative kann ich euch diesen Hochleitungsmixer von Homegeek* empfehlen, der in Tests hervorragend abschneidet aber deutlich günstiger daherkommt.
  • Küchenwaage: Ich bin grundsätzlich ein Freund der Pi-mal-Daumen-Methode, aber hier sollte man die Proportionen von Kichererbsen und Tahini gut beachten. Diese günstige und super simple Küchenwaage* verwende ich schon seit einiger Zeit und bin echt zufrieden.

Guten Appetit, ihr Lieben! Wenn euch das Hummus gefällt, solltet ihr auf jeden Fall auch unsere Rezepte für diesen super simple Tomaten-Senf-Dip, unser extrem cremiges Tzatziki und natürlich unseren Blumenkohldip mit Mandeln ausprobieren.

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Franz Thun
8 Jahre zuvor

Rohe Kichererbsen enthalten das toxische Lektin, daher muß man sie unbedingt kochen. Vor dem kochen das Einweichwasser wegschütten und neues Wasser nehmen wär auch eher ratsam.

admin
Admin
Reply to  Franz Thun
8 Jahre zuvor

Danke für den Hinweis, das ist absolut wichtig. Wir hatten diesen Schritt schon so verinnerlicht, dass er nicht mehr im Rezept landete. Gerade eben eingefügt!

Sylla
Reply to  Franz Thun
6 Jahre zuvor

Super. Will try it out. Thanks

seydoux
Reply to  Franz Thun
6 Jahre zuvor

Danke Franz Thun

Alexander-Peter Posch
6 Jahre zuvor

Danke für diesen sehr hilfreichen Hinweis, Den Wasserwechsel habe ich eine Zeit lang immer wieder übersehen. Aber mittlerweile verinnerlicht

maja naef
5 Jahre zuvor

Danke für das Rezept. Ich liebe israelischen Hummus, leider bekomme ich ihn in meinem Dorf nicht also ist selber machen angesagt. Er ist einfach der beste.:)

Thomas
5 Jahre zuvor

Ich habe einen “frevelhaften” Stilbruch begangen – habe Kichererbsen aus der Dose benutzt – geht aber durchaus auch! 🙂
2012 habe ich in einem Drusendorf in Nordisrael eine Riesenvegetarische Platte mit Unmengen von Humus bekommen – werde ich nie vergessen!!!!!
Danke für´s Rezept und
Shalom Erez Israel

Siglinde Düssel
4 Jahre zuvor

Es war K Ö S T L I C H!!!
Hast du noch mehr so einfache, köstliche, orientalische Rezepte?
Vielen Dank!
Siglinde

Zucchinihummus mit Gemüse - MyVegiMe
3 Jahre zuvor

[…] Wer gerne das Originalrezept ausprobieren möchte, hier ein Link: Hummus nach israelischem Originalrezept […]

Claudia
3 Jahre zuvor

Ich muss mal blöd fragen, wie lange hält sich das Hummus im Kühlschrank??
Danke für eine kurze Info

David Seitz
Admin
Reply to  Claudia
3 Jahre zuvor

Hi Claudia,

ich würde behaupten: zwei Tage bedenkenlos 🙂

LG David

lappe
3 Jahre zuvor

wie in isreal? du meinst wohl wie in marokko oder libanon 😉

David Seitz
Admin
Reply to  lappe
3 Jahre zuvor

Li Lappe, wie unterscheiden die beiden Varianten sich?

benny
3 Jahre zuvor

Mache Humus immer für vier Tage – ohne Probleme.

David Seitz
Admin
Reply to  benny
3 Jahre zuvor

Danke Benny für dein Feedback!

LG David

Irem
3 Jahre zuvor

VIEL zu wenig Tahini. Bei der Menge Kichererbsen braucht man locker 250 Gramm. Jedes traditionelle Rezept schmeckt überhaupt erst so großartig durch die Menge an Tahini. Meine Familie kommt aus Jerusalem und ich kann durchaus den Tipp geben. Auch Olivenöl hat im Hummus absolut nichts zu suchen, Tahini enthält genug Sesamöl. Darüberträufeln damit der hummus nicht austrocknet ist okay.

David Seitz
Admin
Reply to  Irem
3 Jahre zuvor

Hi Irem! Vielen Dank für deine Tipps, ggfs sollte ich das mal anpassen. Ich mag den Hummus zwar so wie beschrieben sehr gerne, aber hier gehts ja um die landestypische Zubereitung. Insfofern Danke! 🙂

LG David

Soheila
Reply to  David Seitz
3 Jahre zuvor

Hallo David,

ich habe mein Hummus bereits mehrfach nach deinem Rezept zubereitet. Das letzte mal vor einigen Monaten, eben habe ich mich dann gewundert da das Rezept irgendwie anders ist. Habe es aber trotzdem nach Rezept gemacht und ich mag sagen, dass ich dein altes Rezept viel besser fand. Für mich war es jedesmal aufs neue das leckerste hummus, dass ich je gegessen habe. Nachdem ich mir die Kommentare hier durchgelesen habe ist mir klar geworden, dass ich mich nicht geirrt habe und du es geändert hast. Ich habe dein altes Rezept leider nicht gespeichert, kannst du dieses nochmal in die Kommentare Posten? Das wäre super!! Danke!! LG Soheila

David Seitz
Admin
Reply to  Soheila
3 Jahre zuvor

Hallo Soheila! Das freut mich ja, na klar bekommst du das alte Rezept. Alles gleich, nur war es viel weniger Tahini (50 Gramm) und dafür noch ein großer Schuss Olivenöl (auch ca. 50ml). Der Hummus wird dann dickflüssiger und nicht ganz so fett. Nach den Ratschlägen hier habe ich das Rezept deshalb angepasst, weil ich mein möglichst authentzisches Rezept anbieten möchte. Aber du kannst es ja weiterhin nach der alten Version machen 🙂 Viel Spaß damit! LG David

Soheila
Reply to  David Seitz
3 Jahre zuvor

Danke dir 🙂

Arijana
Reply to  David Seitz
2 Jahre zuvor

ich mag es auch so lieber und mache manchmal gar kein Tahini hinein, dafür frischen Sesam

Tanja
3 Jahre zuvor

Wie heißt der Lieblings Israeli in München? ?

David Seitz
Admin
Reply to  Tanja
3 Jahre zuvor

Hi Tanja, ich bin extrem gerne in der Eclipse Grillbar 🙂

LG David

Charlotte
Reply to  David Seitz
2 Jahre zuvor

Oh ja das ist auch mein liebstes !

Emma H.
3 Jahre zuvor

Hallo zusammen,

ich finde es wirklich unheimlich schön, wie sich hier gegenseitig unter die Arme gegriffen wird. Die meisten Kommentare unter Rezepten oder in Foren sind bissig und nicht sehr wohlwollend.

Vielleicht ein wenig überschwänglich meinerseits, aber das musste ich kurz loswerden 🙂

Und jetzt mache ich mich ans Rezept.

Liebe Grüße

David Seitz
Admin
Reply to  Emma H.
3 Jahre zuvor

Hi Emma, und ich finde es unheimlich schön, dass du das gesagt hast 🙂 Dieser Ton ist im Netz tatsächlich nicht selbstverständlich und ich freue mich sehr, dass ich so liebenswerte Leser wie dich habe! Danke und viel Spaß beim Hummusen 🙂

lieselotte
Reply to  Emma H.
2 Jahre zuvor

jaja .. so sind wir Hummusliebhaber halt 😀

Adelheid Derler
3 Jahre zuvor

Ein einfach wunderbares Rezept! Danke dafür und nun wird gekocht! Unsere Familie wird sich freuen!

Nathalie
3 Jahre zuvor

Lieber David, Vielen herzlichen Dank ! Dein Rezept von Hummus ist hervorragend und sehr lecker ! Merci beaucoup. LG

David Seitz
Admin
Reply to  Nathalie
3 Jahre zuvor

Klasse, das freut mich! Ganz viel Freude damit 🙂

Florian brack
3 Jahre zuvor

Habe das Rezept heute ausprobiert und muss sagen: klasse!!

Die Menge Tahin hat mich im Nachhinein erstaunt, aber habe ca 150-200g verwendet und ich mag den rauchigen Geschmack!

G. Selner
3 Jahre zuvor

Hummus ist nicht Israelisch, den Hummus wurde vor 1948 serviert.

David Seitz
Admin
Reply to  G. Selner
3 Jahre zuvor

dennoch gibt es eine Art, wie er klassischerweise in Israel zubereitet wird 🙂

Tom
Reply to  David Seitz
3 Jahre zuvor

Die klassische israelische Variante ist identisch mit der klassischen Variante in den besetzten palästinensischen Gebieten.

Make hummus, not war!

Dominic
3 Jahre zuvor

Ich fand’s leider überhaupt nicht gut. Liegt wohl daran, dass ich kein großer Sesam-Fan bin, nach dem es bei mir doch sehr sehr stark geschmeckt hat. Das kannte ich so von den gekauften Hummus-Packungen aus dem Supermarkt gar nicht.

Lotte
Reply to  Dominic
1 Jahr zuvor

Ich mag kein Tahini und mache es stattdessen mit Cashewmus.
Tolles Rezept. Kannst du noch mehr zu den gebratenen Champignons sagen?

Tanja
2 Jahre zuvor

Würde wirklich gerne wissen, welchen Stabmixer ihr dafür verwendet, noch dazu wo das Rezept jetzt nicht mal mehr Olivenöl enthält, ohne das wird das bei mir schon gar nichts. Und selbst mit dem Öl schafft das auch mein neuer Stabmixer mit 850 Watt nicht Der hat sich grad so überhitzt, dass es mir Angst gemacht hat und ich ihn schnell in den Garten gelegt habe. Das Teil wird immer heißer, obwohl seit einer halben Stunde abgesteckt Hoffe es explodiert nicht

Sarah
Reply to  Tanja
2 Jahre zuvor

Hallo Tanja, bin auch grad am Humus machen und mein Stabmixer hat auch voll überhitzt, obwohl der sonst ziemlich zuverlässig ist. Hab das ganze jetzt im Wasser und mehr Zitronensaft etwas gestreckt und gebe evtl auch noch etwas Olivenöl dazu weil ich keine Ahnung habe wie ich den Humus sonst cremig bekommen soll. Bin über jeden Tipp bezüglich mixer sehr dankbar! Ansonsten super Rezept, hab schon von der Pampe gekostet und er Geschmack ist toll! Grüße, Sarah

Rico
2 Jahre zuvor

Das richtige Hummus gibt es nicht. Wer Israek kennt der weiß das Israelis unterscheidliche Vorlieben in Sachen Hummus haben. Sie scheuen sich auch nicht auf der Suche nach ihrem Lieblings-Hummus beim arabischen Imbiss zu probieren. Kochen und Essen verbindet Menschen. Ich kann euch nur Mut machen verschiedene Hummusrezepte zu probieren. Schaut mal bei youtube: The Ultimate JERUSALEM FOOD TOUR + Attractions – Palestinian Food and Israeli Food in Old Jerusalem!

Sabine Maskallis
2 Jahre zuvor

Lieber David,

danke für dein Rezept! So ein wundervolles Hummus ist uns bisher noch nicht geglückt. Köstlich!

Herzliche Grüße
Sabine

Tanja
2 Jahre zuvor

Hallo Sarah scheinbar sind wir die einzigen beiden, die Probleme mit den Stabmixern haben. Es wäre so toll, wenn Leute hier antworten könnten, bei denen der Hummus nach Rezept cremig wurde und er Stabmixer super mitgemacht hat.
Danke!

Sylvi
Reply to  Tanja
1 Jahr zuvor

Hallo Allerseits,
ich kämpfte auch mit einem überhitzten. Stabmixer. Jetzt heb ich mir ein wenig vom Kochwasser für den Fall , starte beim Mixen mit allen Flüssigkeiten und geb nach und nach erst alle Kichererbsen dazu.
Eine Frage: Schält Ihr die Erbsen nicht?
Vielen Dank für diese sympathische und inspirierende Seite!
Servus aus Wien!

Viktor
2 Jahre zuvor

Ca. 1 TL Natron pro Liter Kochwasser hilft, dass Hülsenfrüchte schneller garen. Ich nehme ca. die Hälfte des Gewichts der Kichererbsen an hellem Tahini. Weniger als das jedenfalls nicht. Auf die Qualität des Tahini sollte man auch Wert legen. Die arabischen Händler haben da durchaus eine Auswahl anzubieten, jedenfalls im meiner Großstadt.
Wer es cremiger mag, kann auch etwas Eiswasser mit dem Mixer einarbeiten. Gutes Oliveröl würde ich auch nur darüber geben.

David Seitz
Admin
Reply to  Viktor
2 Jahre zuvor

Hey Viktor. Tolle Tipps, danke!

Liebe Grüße,
David

Katrin Fischer
2 Jahre zuvor

Hallo Victor, warum ist Tahin immer so bitter ? Ich nehme lieber ganze Sesamkörner ungeschält oder geschält beim mixen /Herstellung von Humus, das schmeckt mir besser als mit Tahin aus dem Glas!
liebe Grüsse!
Katrin

Sylvi
Reply to  Katrin Fischer
1 Jahr zuvor

Hallo Katrin
Tahini guter Qualität ist nicht bitter. Das hab ich gemerkt als mir meine Freundin in Tel Aviv welches aus ihrem privaten Vorrat geschenkt hat. Probier dich mal durch…
Liebe Grüße aus Wien

Dr. Hael Mughrabi
2 Jahre zuvor

Habe ich richtig gesehen: HUMUS – wie in ISRAEL?

WOHER haben Sie das?

MIT VERLAUB:
Humus ist von Haus aus eine beliebte Vorspeise, und vor allemist Humus ein tägliches ARABISCHES Gericht, das natürlich heute auch in Israel beliebt ist. Das sollten Sie wissen. Nichts gegen Israel, aber man sollte nicht auch noch alles gute Arabische den Israeilis – im ehemaligen Palästina -zuschreiben!

In diesem Sinne grüße ich Sie vielmals,

Ihr Hael Mughrabi

Tanja
Reply to  Dr. Hael Mughrabi
2 Jahre zuvor

Ich war zwar erst kürzlich in Israel, aber als ich vor Jahren durch den nahen Osten gefahren bin, gab es Hummus überall als traditionelles Gericht Da Israel erst seit 1948 besteht, ist davon auszugehen, dass die Israelis das übernommen haben Ich finde du hast recht, Hummus ist keine israelische Erfindung

Fatma
Reply to  Dr. Hael Mughrabi
2 Jahre zuvor

ojeee…immer dieser Neid und diese Opferrolle…und das in einem Kochblogg;(

Dr Murke
Reply to  Dr. Hael Mughrabi
1 Jahr zuvor

Sehr geehrter Herr Dr. Hael Mughrabi,
Natürlich gab es Hummus schon vor 1948, jedoch zu sagen, dass Hummus ein rein arabisches Gericht ist, ist schlicht Quatsch, oder wollen Sie sagen, dass es in der Zeit vor 1948 in dem Gebiet des heutigen Israel und damaligen Staatsgebietes von britisch Pälästina keine Juden gab? Dass diese Juden keinen Hummus herstellten, vor 1948?
Ich gebe Ihnen Recht, wenn Ihnen die Einseitigkeit auf die Entstehung des Hummus rein auf Israel zuzugestehen, zu unrealistisch ist. Aber das Erfindung des Gerichtes nur den arabischen Menschen anzugedeihen, ist geenauso hart. Juden und Araber leben dort seit hunderten von Jahren nebeneinander, so kann gar nicht getrennt werden, was der eine “Erfunden” hat und der andere angeblich nur nachmacht.
Hummus gehört in den Nahen Osten, nach Israel und zu allen Nachbarn Israels.

Ute
2 Jahre zuvor

Hallo,
ich habe Kichererbsenmehl entdeckt, ….
auch gekeimtes , das dann sehr hochwertig ist….
damit gelingen Superaufstriche….und Superdips…⭐️

regula
2 Jahre zuvor

hallo
hab mal gehört, man müsse nach dem kochen die häute von den kichererbsen entfernen, damit es samiger wird. macht das jemand so? das ist recht aufwändig….

Manu
2 Jahre zuvor

wir entfernen immer die Häutchen, ist zwar in ziemlicher Aufwand, aber wenn man die Kichererbsen mit etwas Natron gekocht hat, geht das ganz flott. Ohne Häutchen wird das Hummus feiner.

Tanja
1 Jahr zuvor

Ich bin grad wieder dabei Hummus zu machen Hab jetzt gerade alle Häutchen runtergegeben und das hat diesmal eine Stunde gedauert, weil ich zum ersten Mal Natron verwendet habe Ich bin damit nicht zufrieden, denn ohne war das ganze nicht so ein Gematsche. Ich hatte da schon so einen bestimmten Dreh heraus, wie die Erbsen flott und zielsicher aus der Hülle springen, aber mit dem Natron ging das schlechter

Dr Murke
1 Jahr zuvor

“Alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit einem Mixsstab zu einem feinen, homogenen Mus pürieren.” Das soll das Rezept sein, vor allem original israelisch?
Leider nein… Gerade in Isreal wird Hummus sehr viel detailierter hergestellt.
Noch ein kleiner Tipp, gekocht werden die Kichererbsen nicht, damit sie sich besser pürieren lassen, sondern weil sie roh giftig sind. Sie enthalten roh das Protein Phasin, welches nur durch Kochen zerstört wird. Deshalb kann das Kochen der Kichererbsen gar nicht genug betont werden.

Mattes
1 Monat zuvor

Das Rezept ist super.
Aber eine sehr wichtige Frage, falls ich nichts übersehen habe :
– Wie lange hält sich Euer Hummus im Eisschrank?
– Kann er tiefgefroren werden?

Danke

Terese Tönnies
Admin
Reply to  Mattes
1 Monat zuvor

Hallo Mattes,

Ich fülle mein “Hummus-Reste” immer in ein Schraubglas und gebe Olivenöl dazu, so dass die Oberfläche überwiegend bedeckt ist. So kannst du es guten Gewissens eine knappe Woche im Kühlschrank aufbewaren.
Eingefroren habe ich Hummus noch nie. Falls du es mal probierst, gib hier gerne mal Bescheid, das wäre bestimmt für den einen oder anderen auch von Interesse!

Liebe Grüße
Terese