Knusprige Süßkartoffelchips selbermachen – in nur 15 Minuten, auch ohne Fritteuse

Süßkartoffelchips

Süßkartoffelchips selbermachen: Ein Knusper-Traum in Goldbraun!

Schaut euch mal diese Farbe an. Hier wurde nichts gefotoshopped, verstärkt oder modifiziert. Wenn Chips den Begriff “goldbraun” verdient haben, dann sind es Süßkartoffelchips. Vielleicht ist es auch meine rosarote Brille, die die Farbwahrnehmung ein wenig verzerrt, denn Fakt ist: Ich bin süchtig nach diesen Süßkartoffelchips. Frisch ausgebacken und noch lauwarm sind sie ultra-knusprig, herrlich süßlich karamellig im Geschmack und obendrein noch extrem schnell gemacht. Es gilt lediglich einige Tricks zu beachten, um das Snack-Erlebnis zu perfektionieren.

Inhaltsverzeichnis

Süßkartoffelchips

Süßkartoffelchips selbermachen: Die Dicke

Ich muss gestehen, dass ich mich an die perfekte Dicke der Süßkartoffelchips erst herantasten musste. Die Schwierigkeit liegt darin, sie so zu wählen, dass all die Feuchtigkeit aus den Chips verschwindet, sie jedoch nicht so dünn sind, dass sie sofort verbrennen. Mittlerweile weiß ich: Scheiben von etwa einem Millimeter Stärke eignen sich optimal für Süßkartoffelchips. Gleichzeichtig sollten die Scheiben möglichst gleichmäßig geschnitten sein, damit sie überall den selben Knusper-Grad erreichen. Das klappt am besten mit einer Schneidemaschine (z.B. dieses Model von Ritter*). Wählt man nun die richtige Temperatur, erreichen sie gleichzeitig den Knusper-Zustand und die richtige Farbe.

Süßkartoffelchips

Süßkartoffelchips selbermachen: Das Fett/Temperatur

Wer eine Fritteuse besitzt, greift einfach auf sein bewährtes Fritteusenöl zurück. Ich habe meine Süßkartoffelchips bislang immer in einem kleinen Topf zubereitet, den ich etwa 1,5cm hoch mit Sonnenblumenöl gefüllt habe. Das Öl habe ich auf mittlerer Stufe (5/9) meines Herds erhitzt, so dass es etwa 130 Grad erreichte. Mit dieser Temperatur habe ich die besten Erfahrungen gemacht. Wie gesagt: Die Chips dürfen nicht verbrennen und gleichzeitig muss alles Wasser raus. Die 130 Grad sind als Orientierungswert zu sehen – je nach Beschaffenheit der Chips muss man einfach etwas experimentieren.

Süßkartoffelchips selbermachen: Die Frittierdauer

Wenn man die dünnen Süßkartoffelscheiben in das heiße Fett gibt, sollten sie kräftig sprudeln. Es darf jedoch nicht laut zischen und überkochen – dann ist das Fett zu heiß. Sobald die Bläschen deutlich zurückgehen, ist ein kritischer Punkt erreicht, dann sollte man schon mal eine Gabel zur Hand nehmen, denn dann ist die Flüssigkeit entwichen und die Chips nehmen innerhalb von Sekunden eine dunkle Farbe an. Man muss also den Moment abpassen, in dem die Chips nicht mehr hellorange und noch nicht dunkelbraun sind. Das klingt komplizierter als es ist und nach ein paar Durchgängen hat man den Dreh raus. Am besten funktioniert das mit einem kleinen Einhängekorb oder einem Frittiersieb.

Süßkartoffelchips

Süßkartoffelchips selbermachen: Das Abtropfen

Ungeduldige könnten zunächst enttäuscht sein: Wenn man die Chips aus dem Fett holt sind sie noch keineswegs knusprig. Dieser Prozess setzt erst ein, wenn man sie auf einem Stück Küchenpapier abtropfen lässt. Sprich: Etwa 30 Sekunden warten, salzen und dann den absoluten Süßkartoffel-Crunch genießen.#

Das Rezept

Knusprige Süßkartoffelchips

David Seitz
Knusprige Süßkartoffelchips selbermachen: Das geht ganz einfach, schnell und vor allem auch ohne Fritteuse
Zubereitungszeit 15 Min.
Gericht Kleinigkeit, Snack
Portionen 300 g

Zutaten
  

  • 300 g Süßkartoffeln (entspricht etwa einer großen Süßkartoffel)
  • Sonnenblumenöl
  • gutes Meersalz zum bestreuen

Anleitungen
 

Die Süßkartoffeln schneiden

  • Die Süßkartoffel(n) gründlich waschen und abtrocknen. Ein Ende soweit abschneiden, dass dierekt Scheiben geschnitten werden können (zu kleine "Fitzel" verbrennen schnell und lassen sich nicht gut aus dem Öl fischen).
  • Nun die Süßkartoffel(n) mit der Schneidemaschine (z.B. diese*) in 1mm-dicke Scheiben schneiden. Das hintere Ende zum Halten verwenden. Ihr solltet die Süßkartoffel nur soweit aufschneiden, wie noch ordentliche Scheiben entstehen.

Chips im Topf frittieren

  • Einen genügend großen Topf etwa 1,5cm hoch mit Sonnenbluemöl füllen. Auf 130°C erhitzen (bei meinem Herd entspricht das Stufe 5 von 9).
  • Eine große Handvoll Süßkartoffel-Scheiben in ein Frittierkorb (z.B. diese*) geben und in das heiße Fett hängen. Ihr könnt auch ohne Körbchen arbeiten, aber da die Chips sehr schnell aus dem Fett gefischt werden müssen, solltet ihr immer nur eine kleine Menge auf einmal machen: So seid ihr sicher, dass ihr sie mit dem Sieblöffel gut rausbekommt.
  • Die Chips nach etwa 2 Minuten – kurz bevor sie Dunkelbraun werden – aus dem Fett schöpfen.

Chips in der Fritteuse

  • Die Chips in den Frittierkorb geben und in die auf 130°C vorgeheitzte Friteuse stellen.
  • Etwa 2 Minuten frittieren, dann herausheben.

Chips in der Heißluftfritteuse frittieren

  • Die Chips in einer Schüssel mit einem Teelöffel Öl mischen und in die auf 180°C vorgeheitzte Heißluftfriteuse geben.
  • Etwa 20 Minuten frittieren und dabei regelmässig schütteln.

Chips abtropfen lassen

  • Die Chips sofort auf Küchenpapier und etwa 1 Minute abtropfen lassen, dann mit Meersalz bestreuen.
    Nicht irritieren lassen: Die Chips sind nicht sofort knusprig, wenn sie aus dem Fett kommen. Das werden sie erst wenn sie 1 bis 2 Minuten abgekühlt sind!
Keyword Chips, Süßkartoffelchips

Guten Appetit, ihr Lieben :)! Wenn euch die Chips schmecken, solltet ihr auf jeden Fall auch unsere tolles Käsegebäck, dieses knusper-Knäckebrot mit Rosmarin und Parmesan und dieses kernige und glutenfreie Nussbrot ausprobieren.

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Meine Tipps zum Zubehör

Um die Chips wirklich knusprig zu bekommen, müssen die Scheiben genügend dünn sein. Meiner Erfahrung nach geht das fast nur mit einer ordentlichen Schneidemaschine: Ich selber habe eine hochwertige Maschine von Siemens die leider nicht mehr erhältlich ist, aber dieses Model von Ritter* ist hervorragend bewertet und vor allem in der Lage, hauchdünne Scheiben zu schneiden.

Ich frittiere meine Chips ganz einfach im Topf mit einem kleinen Frittierkorb wie dieser*. Dabei müsst ihr vor allem darauf achten, dass das Körbchen bis auf den Boden des Topfs reicht, da ihr ansonsten unnötig viel Öl braucht. Alternativ könnt ihr euer Chips natürlich auch mit einem Sieblöffel (z.B. von Fackelmann*).

Falls ihr lieber zur Fritteuse greift, kann ich folgende Modele empfehlen:

  • Diese Fritteuse Tefal* filtert das Öl so dass ihr es getrost mehrfach verwenden könnt.
  • Oder ihr verzichtet auf’s Öl und holt euch die Heißluftfritteuse von Philips*!

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