Sangria: So wird die spanische Bowle richtig erfrischend

Die Herde steht am Wasserloch. Das Alpha-Männchen nimmt mit gröhlenden Lauten den ersten Schluck und lädt die anderen ein, Gleiches zu tun. Typisch für ihre Spezies sind ihre langen Hälse, mit denen sie in Windeseile mehrere Liter von Flüssigkeit aufsaugen können – so oder so ähnlich würde es wohl aussehen, wäre mein Leben eine Wild-Life-Doku und es ginge um den Konsum meiner Freunde von Sangria. Mit den gefühlt kilometerlangen Strohhalmen wurde bei diversen Feierlichkeiten Sangria gemeinsam aus einem Eimer konsumiert, ganz als stünde eine Giraffenherde am Wasserloch. Stilecht wird die Sangria natürlich lauwarm serviert – inklusive überdimensional großem Schädel am Tag danach.

Sangria war für mich als Rotwein-Obst-Bowle bis dato immer zu stark und irgendwie auch zu gehaltvoll für einen normalen lauen Abend. Erst als ich in Spanien mit dem Sonnenbrand meines Lebens eine Sangria bestellte, merkte ich, wie erfrischend und leicht sie sein kann. Sangria ist mehr als ihr Ruf der schäbigen Tetrapack-Bowle und kommt im Handumdrehen in ihrer besten Form bei uns auf den Tisch. Meine Bestrebungen heute haben ein klares Ziel: Eine unfassbar erfrischende Sangria zu kreieren. So gut, dass man sie eimerweise trinken möchte.

Inhaltsverzeichnis

Ich liebe ja Hintergrundstories von Rezepten. Sollte ihr aber bereits die Zitronen und Orangen in der Hand haben und einfach nur mit der Sangria loslegen wollen, klickt doch hier. Für alle anderen gibt’s jetzt Angeber-Wissen rund um Sangria.

Sangria – das Blut Spaniens

Sangria ist eine alkoholische Fruchtbowle, die sich vor allem in Spanien großer Beliebtheit bei den Einwohnern des Landes und aber auch bei Touristen erfreut. Ein Gläschen Sangria gehört zum Spanienurlaub einfach dazu.

Der Wortursprung von Sangria ist schnell erklärt: “Sangre” ist das spanische Wort für Blut, “Sangría” steht für die Armbeuge – in der, richtig erkannt – Blut abgenommen wird. “Sangría” bezeichnet außerdem die mittelalterliche Methode des Aderlasses. Hier wurde den Menschen Blut abgenommen, da nach der antiken Säftelehre zu viel Flüssigkeit im Menschen auch schädlich sei – also raus damit. Sangria als sommerliche Bowle wird in den meisten Fällen mit Rotwein hergestellt, der in der Karaffe blutrot ins Auge sticht, so liegt der Vergleich mit Blut nahe. Der Drink ist aber vermutlich auch an all diese Dinge angelehnt um zu symbolisieren, dass Sangria das Getränk ist, das in den Adern der Spanier fließt und mit dem sie mehr verwoben sind als mit allem anderen, kulturell sowie kulinarisch. Dennoch behaupten böse Zungen, dass Sangria keine spanische Erfindung ist.

Der Ursprung der Sangria

Wer genau auf die Idee kam, Wein mit Früchten als Bowle zuzubereiten, ist nicht überliefert. Klar ist, dass vor allem in Spanien und auch Portugal Bauern mit Produkten von ihrem eigenen Feld experimentierten. Auch klar ist, dass man in der Sommerhitze auf dem Feld nicht daran vorbeikommt, eine Methode zu suchen, um sich abzukühlen wenn man nicht nur wie ein Hund vor sich hin hecheln möchte. Da die meisten Bauern aus ihren angebauten Trauben auch direkt Wein machten, vermischten sie ihre Äpfel, Pfirsiche und vorwiegend Zitrusfrüchte mit dem selbst hergestellten Wein und erfrischten nicht nur ihren Körper, sondern auch ihr Gemüt.

Andere Geschichten allerdings sehen Sangria ganz eindeutig als Erfindung britischer Seemänner, die im indischen Ozean auf Alkoholverbote diverser Inselgruppen stießen und diese umgehen wollten. Sie versahen ihren Rum mit Honig, Früchten und Gewürzen, um ihn vor den Behörden offiziell als Saft zu tarnen. Cleverer Move.

Die Zutaten beider möglicher Ursprungsquellen waren somit unterschiedlich, die Hauptflüssigkeit (Wein vs. Rum) und auch die restlichen Zutaten waren grundlegend anders. Doch der Kampf beider Fronten blieb nicht ohne Sieger. Seit 2004 ist Sangria gesetzlich offiziell iberisch, also in der Region um Spanien und Portugal zu lokalisieren. Wird Sangria getrunken, die in anderen Ländern als den beiden erwähnten produziert wurde, darf sie lediglich “aromatisiertes Getränk auf Weinbasis” genannt werden. Dies bringt uns einen großen Schritt weiter in der nächsten Frage: Welche Zutaten dürfen in eine Sangria und welche haben darin nichts zu suchen?

Die Do’s and Dont’s der Sangria

Wenn man in Spanien Sangria bestellt, schmeckt kein Glas so wie das andere. Sangria erfreut sich großer Beliebtheit, da sie so simpel und so schnell gemacht ist. Das eine authentische Originalrezept gibt es nicht, jede spanische Familie hat ihr Lieblingsrezept und erlaubt ist nahezu alles, was gefällt – wenn man den Basiszutaten treu bleibt: Wein und frische Früchte. 

Sangria beschreibt also eher eine Methode, bestimmte Gruppierungen an Obst und Alkohol zu kombinieren. Das erklärt auch, wieso wirklich unzählige Varianten im Internet kursieren. Folgendes Rezept ist also nicht das eine Rezept, sondern nur meine Variante!

Deshalb liste ich euch hier ein paar Zutaten auf, die Spanier gerne in ihrer Sangria verwenden und wie unabdingbar die jeweilige Ingredienz ist, damit eure Sangria nicht zu weit entfernt von der Sangria ist, die man in Spanien auch bestellen würde. Ob ihr die jeweilige Zutat verwenden wollt, liegt an euch, Sangria hat 1000 Gesichter.

Wein: Das Rückgrat der Sangria

Wein ist die Hauptzutat unserer Sangria und sollte unbedingt den größten Teil des Getränkes ausmachen, egal, wie viele weitere Zutaten noch in die Karaffe wandern. Übrigens: Pro Rotwein-Flasche à 0,75 Liter brauchen wir durch die weiteren Zusätze etwa 1,5-2x so viel Platz in der Karaffe. 1,5 Liter Fassungsvermögen wie bei dieser schicken Karaffe* passen deshalb für unser Rezept perfekt!

Bei der Wahl des richtigen Weines stehen wir generell vor mehreren Stühlen: Rot, weiß oder rosé? Trocken, halbtrocken oder süß?

Klassische Sangria vs. Sangria Blanca

Da Sangria, wie wir bereits erklärt haben, Blut übersetzt bedeutet, haben wir hier den definitiv ausschlaggebenden Hinweis auf die Farbe des Weines: Rot. Rotwein wird klassischerweise für Sangria verwendet, aber auch Weißwein oder Rosé kommt in der Form einer Sangria gut zur Geltung. Sangría Blanca oder auch Sangría Clarea findet man dann (wenn auch seltener) auf der Speisekarte und man bekommt dort eine Sangria aus Weißwein serviert, die vor allem von helleren Früchten wie Honigmelone oder weißen Pfirsichen begleitet wird. Wir wollen aber bei der klassischen Form bleiben und verwenden Rotwein.

Trocken, halbtrocken oder süß?

Ich habe viele Rezepte mit trockenem und halbtrockenem Rotwein gefunden, generell ist aber auch süßer Rotwein in Ordnung. Letzterer wird durch die Früchte sehr schnell pappsüß, aber manche mögen es auch so. Hier geht man ganz nach eigenem Geschmack. Sangria lässt sich toll in großen Mengen anfertigen und ist prädestiniert dafür, vielen Gästen serviert zu werden. Tischt man ihn auf, sollte man mit halbtrockenem Wein einen guten Konsens der Vorlieben der meisten Mit-Trinker treffen.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass der Rotwein nicht zu lange im Fass reift. So bekommt er sonst eine ungewünscht holzige Note. Mehr als 12% sollte der Rotwein nicht haben, auch, da besonders hochprozentige Rotweine schnell zu würzig und zu wuchtig für unsere leicht-erfrischende Sangria sind.

Dass Sangria die Bowle ist, bei der Rotwein-”Abfälle” oder sehr minderwertiger Rotwein verarbeitet werden kann, wird diesem grandiosen Getränk leider nicht gerecht. Greift nicht zum billigsten Fusel, denn Rotwein bildet nach wie vor die Basis des Getränks und kann auch hier den Knackpunkt ausmachen zwischen Eimer-Sangria und richtig guter Sangria.

Ich selbst verwende für meine Sangria Rotwein aus dem nordspanischen Anbaugebiet Rioja. Die meisten Rezepte verwenden Wein aus dieser Gegend, der mit den sehr fruchtigen Noten wie für Sangria gemacht ist. Meine Wahl fiel auf den Campo Viejo Temperanillo*, der zwar genau genommen ein trockener Rotwein ist (ich habe bisher ausschließlich trockenen Wein aus Rioja gefunden), aber weitaus süßer ist als man vor dem Entkorken erwartet. Für mich geht das deshalb gerade noch so durch. Ich liebe diesen Wein seit ich in unserer Lieblings-Taverne in Spanien nachgefragt habe, welchen Wein sie für ihren Sangria verwenden. Genau dieser hier war’s, authentischer geht’s für mich nicht!

Der Geist der Sangria – Brandy, Likör und co.

In Spanien wird klassischerweise zusätzlich zum Wein Brandy verwendet, der mit seinem Ursprung aus Trauben geschmacklich nahe am Wein liegt und vor allem für eine Anhebung des Alkoholgehaltes sorgt. Deshalb ist es auch sinnvoll, beim Wein bei den Prozenten zu sparen und sich die geschmackliche Tiefe durch diese weitere alkoholische Komponente ins Haus zu holen. Hochprozentiger Alkohol sorgt vor allem auch für eine aromatische Bereicherung des Weines, wenn fruchtige Liköre oder Alkoholsorten mit Kräuter-Aromen verwendet werden. Neben dem Brandy greifen deshalb viele zu Orangen-Likör (zum Beispiel Cointreau aus süßen Orangen oder als Grand Marnier mit Bitterorange), aber auch Wermut und Angostura. Es reicht allerdings eine kleine Menge, damit die Grillparty nicht unerwartet schneller endet als geplant.

Unsere Sangria soll möglichst erfrischend sein. Für mein Bauchgefühl fallen deshalb zu schwere oder bittere Liköre weg. Die Wahl steht zwischen Orangen-Likör und – da ich’s sehr zitronig mag – Zitronen-Likör. Limoncello ist für mich aber zu italienisch (obwohl die Spanier ihn auch als Licor de Limon anbieten!) und da ich den perfekt süß-fruchtigen Orangen-Likör* gefunden habe, durfte er in unsere Sangria. Dieser Likör stützt mit seiner Süße unseren Rotwein so gut, dass ich garantiert nie wieder zu einer anderen Variante greife.

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Frische Früchte sind das Herzstück der Sangria

Essentiell für die Sangria sind frische Früchte, die ihren Geschmack an die Bowle abgeben. Früchte aus der Dose sind nicht geeignet. Da sie oft bereits in Eigen-Saft oder andere Flüssigkeit eingelegt sind, haben sie das Meiste ihres Geschmacks an diesen Saft abgegeben. Den verwenden wir aber nicht. Wir bekommen also weitaus weniger Geschmack aus den Dosen-Früchten – verglichen mit frischen Exemplaren.

Gefrorene Früchte eignen sich nur als Notfall-Backup aus der Tiefkühltruhe, geben aber nicht so schnell ihren Geschmack ab und schwimmen aufgetaut dann doch schnell wie ein toter Goldfisch vor sich hin. Gefrorene Früchte sind aber eine tolle Alternative zu klassischen Eiswürfeln wenn man diese kurz vor dem Servieren hinzufügt. So verwässert die Sangria nicht. Wir machen unsere Eiswürfel übrigens nur noch in Formen mit Deckel wie dieser hier*, damit wir mit der vollen Eiswürfelform im Gefrierfach nicht mehr wie bei einer OP am offenen Herzen hantieren müssen um nichts zu verschütten. Bei Wasser macht das nicht viel aus, bei Orangensaft definitiv schon.

Bezüglich der Obstsorten gibt es drei Standardfrüchte: Orangen, Zitronen und Äpfel. Die Äpfel sollten am besten keinesfalls mehlig und nicht zu süß und auch nicht zu sauer sein. Süße grün-gelbe Apfelsorten wie Golden Delicious oder der gelb-rote Boskop eignen sich hierfür hervorragend.

Diese drei Obstsorten sollten nicht fehlen, wenn man sich nahe einer klassischen Sangria bewegen möchte. Pfirsiche sind mein weiterer Favorit und für das Auge habe ich auch Kumquats aufgeschnitten, die wie bittere Orangen schmecken und wie Miniatur-Orangen aussehen.

Klassischerweise werden die Fruchtstücke mit Schale und auch möglichst grob geschnitten in die Bowle gefüllt. Die Schale – bitte nur von Zitrusfrüchten in Bio-Qualität – sorgt für eine Extraportion Geschmack. Die groben Stücke werden normalerweise nicht gegessen! Die Fruchtstücke geben ihren Geschmack in der Zeit, in der die Bowle zieht, in die Flüssigkeit ab und fungieren danach nur noch als Deko. Auch wenn mit Sicherheit kein Sangria-Richter euch verhaften wird, wenn man das Obst doch heimlich mitisst – die Vitamine stecken in der Schale, ihr wisst schon.

Sangria

Gewürze und Kräuter

In der Sangria können Kräuter wie Rosmarin aber auch Gewürze wie Sternanis verwendet werden, die einen herben Ton in das Getränk bringen. Aber die Verwendung dieser beiden Zutaten ist eine Spielart, die weitaus seltener vorkommt als der Klassiker: Zimt. In so gut wie jeder spanischen Sangria schwimmt eine Zimtstange! Während Zimt meistens mit Weihnachten assoziiert wird, ändert der frisch-fruchtige Kontext dies recht schnell und der Zimt bleibt subtil. Man schmeckt ihn quasi nicht heraus – man würde es aber schmecken, wenn er nicht in der Sangria wäre. Wenn’s euch zu weihnachtlich vorkommt, ist es kein Hochverrat wenn ihr den Zimt weglassen möchtet.

Sangria

Darf’s noch süßer sein?

Bei der Wahl des Weines legen wir den Grundstein für den Süßungsgrad des Endproduktes. Haben wir entweder sehr trockenen Rotwein gewählt oder wünschen einfach ein noch süßeres Ergebnis, kann man weitere Süßungsmittel wählen. Hier gibt es wieder kein richtig oder falsch – jedes Süßungsmittel hat aber einen anderen Charakter. Weißer kristalliner Zucker ist relativ geschmacksneutral und betont vor allem den bereits vorhandenen Geschmack. Er ist aber eben auch typisch “zuckrig”. Brauner Zucker hingegen bringt einen eigene, etwas karamelligen Eigengeschmack mit, der sich in der Sangria genau so gut macht wie im Mojito. Ich habe hier zwei Esslöffel gepressten Orangensaft im Topf erwärmt und für einen Liter Bowle drei Esslöffel braunen Zucker eingerührt, bis er sich auflöst. So löst sich der Zucker besser auf als wenn man ihn einfach so einrühren würde. Mit drei Esslöffeln befindet ihr euch je nach Wein- und Likörsorte auf dem Mittelfeld des Süßungsgrades.

Kommt Limonade, Sekt oder Wasser in die Sangria?

Als Flüssigkeit verwenden wir vorwiegend Rotwein und Hochprozentigen. Zudem verwenden wir pro 0,75 Liter Rotwein den Saft von zwei Orangen und einer halben Zitrone. Für einen schönen Farbverlauf kommt zuerst der Orangensaft in die Karaffe, dann das Obst und dann Rotwein und Likör – sieht einfach klasse aus. Vor dem Servieren sollte man aber selbstverständlich umrühren.

Die Orangen und die Zitrone pressen wir so aus, dass wir möglichst viel Saft erhalten. Statt der Hand verwenden wir beispielsweise diese geniale Zitronenpresse*, mit der man keinen einzigen Tropfen verschwendet. Wenn man ein Verfechter von Orangensaft ohne Pulpe ist, kann man den gewonnenen Saft auch durch ein Sieb geben.

An Saft reichen uns diese zwei Orangen. Doch in manchen Rezepten finden sich der Sangria-Endgegner schlechthin: Limo, Wasser oder Sekt. Kommen wir zu den Punkten, die definitiv No-Go’s darstellen und ich erkläre euch auch gerne, wieso.

Wasser an sich fördert weder Geschmack noch bringt es einen Eigengeschmack mit. Wasser wird immer nur zum Strecken von Lebensmitteln verwendet und bringt uns kein Plus in unserem Glas. Sprudelwasser kann verwendet werden, um die Sangria mehr in eine Schorle zu verwandeln. Vor allem wenn man auf der Party noch eher mit nüchternem Magen ankommt, kann man Sprudelwasser hinzugeben für eine Sangria-Schorle. Dann trinkt man eben aber auch eine Schorle. Viel aromatischer ist es, mehr Saft als Ausgleich zu verwenden! Wir frieren beispielsweise Fruchtsaft als Eiswürfel ein, um die Sangria nicht zu verwässern und ein besonders fruchtiges Erlebnis zu kreieren.

Gibt es Alternativen mit Sprudel (wenn man darauf denn so abfährt), die man verwenden kann? Spontan kommen einem Limonade oder Sekt in den Sinn. Manche Bowle enthält Sprite, Ginger Ale oder die neueste Limonade, die man im Hipster-Laden ums Eck erhält. Genau genommen hat aber auch Limonade nichts in einer Sangria zu suchen. Man kann sich genau solch ein Getränk bestellen – das heißt dann aber “Tinto de Verano”. Rotwein mit Limonade. Die Alternative mit Sekt nennt sich “Agua de Valencia” mit Früchten (vor allem Orange), Gin und Sekt, aber ohne Rotwein. Schmeckt beides auch, ist dann nur eben wirklich sehr weit von einer Sangria entfernt. 

Sangria

Nur noch ziehen lassen – und servieren!

Sangria muss möglichst lange ziehen, damit das Obst seinen Geschmack an den Rotwein abtreten kann. Viele marinieren das Obst auch stundenlang separat in dem hochprozentigen Alkohol bevor beides in den Wein kommt, das halte ich aber für überflüssig, da wir den Geschmack aus dem Obst treiben wollen und nicht das Obst mit dem Geschmack des Alkohols anreichern möchten. 

Sangria sollte bestenfalls 2-4h lang ziehen und lässt sich auch mehrere Tage lang im Kühlschrank aufheben – Alkohol konserviert, wenn auch nicht ewig. Möchte man Sangria für eine Party stillvoll servieren und danach noch gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren wollen, lohnt sich ein gut verschließbarer Getränkespender. Dieser Spender* ist besonders platzsparend und kommt nicht mit 8 Litern Fassungsvermögen daher, sondern nur mit 2 Litern, was super für handelsübliche Mengen Sangria ist.

Um eine wirklich erfrischende Bowle zu bekommen, fügen wir vor dem Servieren auch ein wenig Minze hinzu. Seit der Limonana wissen wir um den genialen Geschmack von Minze in Wasser Bescheid und können unsere Sangria damit perfekt verfeinern. Die Eiswürfel werden in die vorbereiteten Gläser* gedrückt und die Sangria eingeschenkt – Prost!

Sangria

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Rezept

Richtig erfrischende Sangria

Früchte, Rotwein und Likör – mehr braucht es fast nicht für eine richtig gute Sangria. Wir zeigen dir die entscheidenden Handkniffe für die extrem erfrischende Sommer-Bowle!
Zubereitungszeit 20 Min.
Gericht Getränke
Land & Region Mediterran
Portionen 4

Zutaten
  

Anleitungen
 

  • Zuerst schneiden wir die Orangen in Hälften und pressen den Saft von einer Hälfte mit einer Zitruspresse* aus. Die Zitrone halbieren wir und schneiden aus einer Scheibe kleine Stücke. Wir geben diese kleinen Zitronenstücke in je ein Eiswürfelfach und gießen es mit Orangensaft auf. Die Form kommt ins Gefrierfach. Etwa 4 Stunden brauchen die Eiswürfel um vollständig gefroren zu sein.
  • 4 weitere Orangenhälften und die halbe Zitrone werden ausgepresst, 2 Esslöffel Orangensaft in einen kleinen Topf separieren und den Rest in eine Karaffe gegeben. Die letzte Orangenhälfte sowie die übrige Zitronenhälfte wird in Scheiben geschnitten und ebenfalls vorsichtig auf dem Karaffenboden verteilt.
  • Der Orangensaft im Topf wird leicht mit den 3 EL Zucker erhitzt bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Diesen Sirup nun ebenfalls in die Karaffe geben.
  • Den Apfel und den Pfirsich waschen und das Kerngehäuse bzw. den Stein entfernen und in grobe Stücke schneiden. Das Obst inklusive der Zimstange auch einfüllen.
  • Rotwein sowie Likör vorsichtig über die Wand der Karaffe einfließen lassen. 2-4 Stunden kalt stellen, umrühren und mit den Eiswürfeln, den in Scheiben geschnittenen Kumquats und der Minze garnieren.
Keyword Sangria

Zubehörempfehlungen

  • Zitruspresse: Mir ging ein Licht auf als ich zum ersten Mal diese geniale Zitronenpresse* verwendet habe! Damit bekommt ihr aus Zitrusfrüchten jeden letzten Tropfen heraus. Mehr Kraft, aber dafür weniger Platz braucht ihr für diese Zitruspresse*, in der auch der Orangensaft zum Frühstück schnell gepresst ist.
  • Eiswürfelform: Diese Eiswürfelform* hat einen Deckel, sodass man die Formen stapeln kann und nichts im Gefrierfach verschüttet wird. Bei Wasser nicht tragisch – bei unserem Orangensaft ist man dankbar um den Deckel!
  • Karaffe: Pro 0,75-Liter-Flasche Rotwein, die wir verarbeiten wollen, brauchen wir durch Obst- und Likörzusatz etwa 1,5-2x so viel Platz in der Karaffe. Diese Karaffe* mit 1,5 Litern Fassungsvermögen sieht deshalb nicht nur schick aus, sondern passt perfekt für unser Rezept!
  • Bauchige Gläser: Für eine Bowle sehen bauchige Gläser ohne Stiel am besten aus – diese hier von Villeroy&Boch* wirken besonders elegant!
  • Glasstrohhalme: Mit diesen Glasstrohhalmen* macht die Sangria doppelt so viel Spaß – und man trinkt weniger schnell, der Kater dankt. 😉

Guten Appetit, ihr Lieben! Wenn euch die Sangria gefällt, solltet ihr auf jeden Fall auch unsere Rezepte für unseren Jasmin-Eistee mit frischen Früchten, unseren Jun-Tee und natürlich unsere Limonana ausprobieren.

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